Diakonie

Die Diakonie ist eine Säule des Sozialstaats

Als Diakonie werden heute der evangelische Wohlfahrtsverband und seine Arbeit bezeichnet. Die Diakonie gehört zu den tragenden Säulen unseres Sozialstaates. Sie bildet in Niedersachen mit den anderen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW).

Weitere Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sind: Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Jüdischer Wohlfahrtsverband und Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband.

Die  Spitzenverbände sind Gesprächspartner der Landesregierung zu Fragen der  Sozialpolitik und beraten bei Gesetzesvorhaben. Sie suchen die Zusammenarbeit mit Land und Kommunen und geben fachlichen Rat zu sozialen Themen.

Unterstützung in organisatorischen Fragen

Das Diakonische Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers e.V. gehört mit 20 anderen diakonischen Landesverbänden dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW EKD) an.

Es unterstützt und koordiniert als Dachverband die ihm angeschlossenen Einrichtungen und Fachverbände, die auf Landesebene organisiert sind. Es berät seine Mitglieder, die Einrichtungen, Kirchenkreise und Kirchengemeinden in organisatorischen, konzeptionellen, juristischen und finanziellen Fragen.

Neue Wege finden

Diakonische Einrichtungen stehen im Wettbewerb mit anderen Anbietern und befinden sich im Spannungsfeld zwischen ökonomischen Erfordernissen und diakonischem Anspruch.

Somit muss die moderne Diakonie immer neue Wege finden, um

  • Gemeindediakonie, Kirchenkreisdiakonie und übergreifende Diakonie stärker zu vernetzen,
  • Christen diakonisch zu bilden und das persönliche Engagement zu fördern,
  • veränderte Notlagen wahrzunehmen und Hilfsangebote in Zusammenarbeit mit Initiativen und Selbsthilfegruppen zu entwickeln,
  • den Anspruch von Gottes Barmherzigkeit und Gerechtigkeit in die gesellschaftlichen Prozesse einzubringen.
 

Was bedeutet "Diakonie"?

Das griechische Wort „diakonein“ heißt ursprünglich „bei Tisch aufwarten, dienen“.

Im Neuen Testament wird dieser Begriff positiv gefüllt: Jesus bezeichnet sich selbst
als Diener (Mk 10,45, Lk 22,27).

In seinem Dienen lebt und bezeugt er den Anbruch der Gottesherrschaft. Jesus identifiziert sich mit den Geringsten und macht die Nächstenliebe zu einem universalen Maßstab (Mt 25,31-46).