Der Dialog mit dem Islam

Muslime in Niedersachen

In Niedersachsen leben heute etwa 250.000 Muslime. Jeder zweite von ihnen hat einen deutschen Pass und für viele ist längst klar, dass ihre Heimat nicht in der Türkei, in Bosnien oder dem Irak liegt, sondern in Stade, Göttingen, Hannover oder Lüchow.

Verunsicherungen unter Christinnen und Christen

Viele evangelische Christinnen und Christen sind unsicher, ob Islam und Grundgesetz vereinbar sind. Sie stören sich an dem bösen Wort, das Christen als „Ungläubige“ bezeichnet und sie haben Angst vor islamistischem Terror.

Dem Misstrauen Vertrauen entgegen setzen

Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit ist es, Misstrauen abzubauen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass zwischen Christen und Muslimen das Vertrauen wächst.

Orte der Begegnung schaffen

Damit Vertrauen und Achtung entstehen, braucht es vor allem eins:

  • Orte und Gelegenheiten, bei denen Christen und Muslime etwas voneinander erfahren;
  • wo sie ins Gespräch kommen und ihre Vorurteile überprüfen;
  • wo sie sich auseinandersetzen und womöglich unerwartete Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Religionen entdecken.

Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Isalm

es gibt mehr Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam, als man gemeinhin annimmt:

  • Maria, die Mutter Jesu, wird im Koran häufiger erwähnt als im Neuen Testament.
  • Vieles, was im Koran steht, ist auch in der Bibel zu finden.
  • Auch im Koran gibt es etwas Ähnliches wie die Zehn Gebote
  • und drei der fünf Säulen des Islam werden auch in der Bergpredigt
    genannt:
  • „Gott lässt die Saaten für euch wachsen, Oliven, Datteln, Wein, auch Früchte aller Art“, sagt der Koran (Sure 16,11).
    „Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst, dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke“, sagt die Bibel (Ps 114,14–15).
 

Arbeitsfeld "Kirche und Islam" im HkD

In allen Fragen, die das Verhältnis von Christen und Muslimen in Niedersachsen betreffen, steht Ihnen als Ansprechpartner das Arbeitsfeld „Kirche und Islam“ im Haus kirchlicher Dienste zur Verfügung.

  • Wenn Sie Interesse an der Klärung theologischer Grundfragen im christlich-muslimischen Verhältnis haben,
  • Kontakt zu einer Moscheegemeinde suchen,
  • einen Vortrag, ein Seminar oder eine Podiumsdiskussion planen,

helfen wir Ihnen gern weiter.

Zum Arbeitsbereich "Kirche und Islam" im HkD

Ansprechpartner im HkD

Prof. Dr. Wolfgang Reinbold

Prof. Dr. Wolfgang Reinbold

Tel.: 0511 1241-972