Judentum und Kirche

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„Dem christlich-jüdischen Dialog kann man sich als Christ relativ leicht entziehen, dem christlich-jüdischen Verhältnis nicht … Es ist einfach mit dem Christ-Sein gegeben“, so der Neutestamentler Peter von der Osten-Sacken.

Jahrhundertelanger Streit um Jesu Messianität

Über Jahrhunderte war das christlich-jüdische Verhältnis von dem Streit betimmt, ob Jesus der Messias ist. Beide Religionen behaupteten, Erbe der Verheißungen Gottes für Israel zu sein.

Das Christentum sah sich als das „wahre Israel“ und sprach dem jüdischen Volk und der jüdischen Religion ihre Wahrheit ab: Juden seien von Gott verworfen und lebten im Irrtum.

Wende in den 60ger Jahren des 20. Jahrhunderts

Erst mit Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts haben die evangelischen Landeskirchen und die römisch-katholische Kirche ihr Verhältnis zum Judentum neu bestimmt.

Das Entsetzen über die Verbrechen der Schoah und das Nachdenken über die Ursachen von Antisemitismus führte zu der Einsicht, dass Theologie und Kirche den Weg zu den Verbrechen des Nationalsozialismus mit vorbereitet haben. An die Stelle der Lehre der Verachtung trat eine Theologie des
Respekts.

Respekt vor der biblischen Schwesterreligion

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Jede Kirchengemeinde steht vor der Herausforderung, im Respekt vor der biblischen Schwester die eigene christliche Identität zum Ausdruck zu bringen.

Verbundenheit von Judentum und Kirche

Diese Aufgabe stellt sich im Konfirmandenunterricht, in der Bibelarbeit und im Gottesdienst. Am 10. Sonntag nach Trinitatis, dem Israelsonntag, kommt die Verbundenheit von Kirche und Judentum besonders zum Ausdruck.

Die Arbeitsstelle Kirche und Judentum im HkD berät Sie gern und hat vielfältige Materialien vorrätig.