Der Gemeindebrief

Bild: Christian Weisker

Der Gemeindebrief ist in jeder Kirchengemeinde das basisnahe Kommunikationsmittel schlechthin. Unabhängig davon, ob er alle zwei Monate mit einer Auflage von einigen hundert Exemplaren oder monatlich für mehrere Gemeinden zusammen als ein Magazin in 10.000er-Auflage erscheint - der Gemeindebrief ist das wichtigste Informationsmedium und die gedruckte Visitenkarte der Kirchengemeinde!

Viele Menschen lesen den Gemeindebrief

Mit dem Gemeindebrief werden auch Menschen erreicht, die nur wenig Kontakt und Beziehung zur Kirche haben. Über 40 Prozent derer, die sich wenig oder gar nicht mit der Kirche verbunden fühlen, lesen den Gemeindebrief ihrer Kirchengemeinde regelmäßig oder zumindest gelegentlich!

Der Gemeindebrief informiert, motiviert und aktiviert

Drei Aktivitäten kennzeichnen den Gemeindebrief als kommunikatives Medium: Er informiert, motiviert und aktiviert Leser und Leserinnen.

  • Gemeindeglieder sind sehr unterschiedlich über ihre Kirchengemeinde und die Kirche informiert. Aber alle sollen wissen und verstehen, was Kirche für sie tut. Dies setzt Information voraus (Der informierende Gemeindebrief).
  • Das Gemeindeblatt motiviert Menschen, ihren Fuß über die Türschwelle der Gemeinde zu setzen. Sie können mitmachen, ohne gleich vereinnahmt zu werden (Der motivierende Gemeindebrief).
  • Menschen werden schließlich zur Teilnahme und zur Beteiligung eingeladen. Diese Einladung kann der Gemeindebrief aussprechen (Der aktivierende Gemeindebrief).

Verschiedene Funktionen des Gemeindebriefs

Der Gemeindebrief stellt Öffentlichkeit her für alle relevanten Themen vor Ort und erfüllt auf diese Weise mehrere Funktionen:

  • Er ist Kommunikationsforum der Gruppen und Kreise der Ortsgemeinde und der Region sowie für die Geschehnisse im lokalen und regionalen Umfeld.
  • Er kommuniziert lokale Themen in die Region. Ein regionaler Gemeindebrief – entstanden zum Beispiel aus drei oder vier ehemals selbständigen Blättern – thematisiert neue gemeinsame Fragen der Region.
  • Der Gemeindebrief trägt die christliche Botschaft auch zu kirchlich Distanzierten und zu jenen, die die Kirche ablehnen.

Verteilung in alle Haushalte lohnt sich

Gemeindebriefe dieser Art kommen im buchstäblichen Sinn an. Ein Gemeindebrief ist, neben der regionalen Tageszeitung, die am häufigsten genutzte Quelle für lokale und regionale Informationen. Die Verteilung in alle Haushalte ist ein Aufwand, der sich lohnt.

Gestaltung des Gemeindebriefs

Um sich neben anderen Printprodukten zu behaupten, können bei der Gestaltung des Gemeindebriefs alle medialen Mittel eingesetzt werden: Fotos, professionelle Gestaltung, farbige Aufmachung etc. 

 

Aufgaben des Kirchenvorstands

Der Kirchenvorstand als Herausgeber des Gemeindebriefs kümmert sich in der Regel um die Finanzierung und den inhaltlichen Rahmen. Erstellt wird der Gemeindebrief meistens von einem Redaktionskreis. Ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verteilen den Gemeindebrief in die Haushalte.

Herausgeber, Redaktion und Verteilerkreis sollten sich regelmäßig austauschen, und Reaktionen der Leserinnen und Leser auswerten.

Das Publizistische Gesamtkonzept der Evangelischen Kirche Deutschlands empfiehlt für die Gemeindebriefe und die Gemeindepublizistik:
„Die Gemeindebriefe als kirchliches Basismedium verdienen jede mögliche
Unterstützung.“
Hier ist der Kirchenvorstand gefragt. Anzeigen, Kollekten oder Sponsoring sind Möglichkeiten, den Gemeindebrief finanziell auf sichere Beine zu stellen.

Gemeindebrief im Internet

Der Gemeindebrief sollte auch auf der website der Gemeinde abrufbar sein. 

Kirchengemeinde im Internet

Datenschutz

Vorsicht ist geboten beim Abdruck von Namen und Adressen im Gemeindebrief. Dies darf nur geschehen, wenn die betreffenden Personen damit einverstanden sind!