Konkrete Tipps zur Pressearbeit

Was interessiert die Medien?

Wenn man eine Pressemitteilung schreibt, sollte man beachten, dass nicht alles, was die Gemeinde spannend findet, auch für die Medien interessant ist. Wer das Gemeindefest ohne Programmpunkte ankündigt, wird nicht unbedingt das Interesse der Redaktionen wecken.

Wenn die Pressemitteilung jedoch darüber informiert, dass der Kinderzirkus der Kita auftritt und die Pastorin mit der Kantorin Kirchenkabarett macht, so ist Medienresonanz fast schon garantiert.

Mehr zur Erstellung einer Pressemitteilung in der Box am rechten Rand.

Offener Umgang mit eigenen Anliegen

Weniger schön, aber leider eine Realität ist die Vorliebe für Krisenberichterstattung: Bauschäden, Finanzlöcher oder Missbrauch führen zu Bitten um Stellungnahme, selbst wenn der Vorfall weit entfernt von der eigenen Gemeinde geschehen ist.

Je offener Kirche mit ihren Anliegen umgeht, umso vertrauensvoller gestaltet sich die Pressearbeit auch in Krisensituationen.

Krisenberichterstattung: Bedenkzeit erbitten

Doch niemand muss sich am Telefon von Journalisten überfallen lassen. In solchen Fällen gilt es Ruhe zu bewahren und sich schildern zu lassen, worum es geht. Gegebenenfalls kann man um Rückrufmöglichkeit bitten.

So bleibt genug Zeit, sich zu beraten, Kontakt mit Profis der Superintendentur oder den Öffentlichkeitsbeauftragten im Kirchenkreis bzw. Sprengel aufzunehmen oder die landeskirchliche Pressestelle zu kontaktieren.

 

Wie erstelle ich eine Pressemitteilung?

Bei einer Pressemitteilung kommt es auf die Gliederung an. Hierzu einige
Tipps:

  • Das Wichtigste kommt zuerst.
  • Die so genannten „W-Fragen“ sollten beantwortet sein: was, wer (gegebenenfalls mit wem), wann, wo, wie, warum?
  • Sachliche Information
  • knappe, aktive Sprache – möglichst ohne Fremdworte
  • Herstellung von Aktualität und Leseanreizen
  • vollständige sowie verlässliche Kontaktmöglichkeiten für Rückfragen (Mobilnummer!)
  • Mit einer Überschrift Aufmerksamkeit erzeugen, Interesse auch bei Außenstehenden wecken.
  • Absender auch optisch durch Logo etc. kenntlich machen.

„Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!“

Namen sind Nachrichten!

Tipp: Berichte über das neue Pastorenehepaar, eine nachberufene Kirchenvorsteherin oder den neuen Küster werden gern gedruckt.