Wer ist Mitglied im Kirchenvorstand?

Gewählte und berufene Mitglieder

Bild: Stephanie Hofschläger / pixelio.de

Der größte Teil der Mitglieder des Kirchenvorstands wird bei der Kirchenvorstandswahl gewählt. Der Pastor oder die Pastorin einer Gemeinde sind durch ihr Amt Mitglieder des Kirchenvorstands und werden daher nicht gewählt. Zusätzlich zu den gewählten Mitgliedern muss mindestens eine Person in den Kirchenvorstand berufen werden. Höchstens ein Drittel der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher dürfen berufene Mitglieder sein.

Wie groß ist der Kirchenvorstand?

Die Größe des Kirchenvorstandes hängt von der Größe der Gemeinde ab. In kleinen Gemeinden mit bis zu 1.999 Mitgliedern gehören außer den Pastoren oder Pastorinnen 4-8 Personen zum Kirchenvorstand. In einer Gemeinde mit mehr als 4.000 Mitgliedern können es bis zu 15 sein.

Alle sechs Jahre ist Kirchenvorstandswahl

Die Amtsperiode eines Kirchenvorstands dauert sechs Jahre. Dann entscheiden die wahlberechtigten Mitglieder der Kirchengemeinde, wer als gewähltes Mitglied für die nächsten sechs Jahre im Kirchenvorstand sitzt. Nach der Wahl schlägt der bisherige Kirchenvorstand zusammen mit den neu gewählten Kirchenvorstehern und Kirchenvorsteherinnen Personen zur Berufung vor. Die eigentliche Berufung nimmt der Kirchenkreisvorstand vor.

Gewählte, Berufene und Beauftragte

In einem Kirchenvorstand gibt es also Mitglieder

  • die bei der Kirchenvorstandswahl gewählt wurden,
  • die in den Kirchenvorstand berufen wurden
  • die mit beratender Funktion für eine bestimmte Aufgabe beauftragt wurde.

Außerdem stehen nicht gewählte Ersatzkirchenvorsteherinnen und Ersatzkirchenvorsteher bereit, um ggf. die Nachfolge anzutreten, wenn ein Kirchenvorstandsmitglied ausscheidet oder längere Zeit abwesend ist.