Berufene Mitglieder im Kirchenvorstand

Die Vielfalt der Begabungen nutzen

In Kirchengemeinden gibt es unterschiedliche Begabungen, Einstellungen und Auffassungen. Durch die Berufung von Gemeindegliedern in den Kirchenvorstand oder in Ausschüsse wird diese Vielfalt bei Vorüberlegungen, Diskussionen und Beschlüssen wirksam. Die Sichtweisen verschiedener Altersgruppen, Perspektiven von Berufs- und Fachgruppen sowie Menschen unterschiedlicher Herkunft finden Eingang in die Diskussion kurz- und langfristiger Ziele der Gemeindearbeit.

Kriterien für eine Berufung

Für die Berufung können folgende Kriterien herangezogen werden:

  • Zusammensetzung des gewählten Kirchenvorstands
  • Sachverstand der oder des zu Berufenden
  • die Persönlichkeit der oder des zu Berufenden
  • die Akzeptanz dieser Person in der Gemeinde

Damit der Kirchenvorstand seine Aufgaben gut wahrnehmen und die unterschiedlichen Interessen der Mitglieder berücksichtigen kann, ist es denkbar, beispielsweise Menschen aus folgenden Feldern zu berufen:

  • Bewohner eines Neubaugebiets, das noch nicht in die Gemeindearbeit integriert ist
  • Pädagoginnen oder Pädagogen, die Überlegungen zur Intensivierung
    des Kindergottesdienstes und Konfirmandenunterrichts anstellen
  • Eltern, die sich um Fragen der Arbeit mit Kindern kümmern
  • Menschen, deren Herz für die Aufgaben der Mission und für Partnergemeinden schlägt und die vielleicht länger in anderen Ländern gelebt und gearbeitet haben
  • Menschen, die Ideen für neue Arbeitsbereiche entwickeln, soziale Brennpunkte der Gemeinde aufspüren, Kontakte zu Parteien und Vereinen halten und Gemeindekreisen Impulse geben
  • Architekten und Architektinnen oder andere Sachverständige, die dazu beitragen, dass der Erhalt kirchlicher Gebäude sichergestellt ist (beispielsweise als Baubeauftragte)
  • Verwaltungsfachleute, die dazu beitragen, die Finanz- und Verwaltungsstrukturen in der Kirchengemeinde Gemeinde transparent zu gestalten