Ersatzkirchenvorsteherinnen und Ersatzkirchenvorsteher

Was ist ein Ersatzkirchenvorsteher

Ersatzkirchenvorsteher oder Ersatzkirchenvorsteherinnen sind Personen,
die nicht zum Kirchenvorstand gewählt worden sind, aber bei der Wahl wenigstens zwei Stimmen erhalten haben. Die Reihenfolge bestimmt sich durch die Anzahl der erhaltenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los (§ 29 Absatz 3).

Nachfolge bei Ausscheiden oder Vertretung bei längerer Abwesenheit

Scheidet ein gewählter Kirchenvorsteher oder eine gewählte Kirchenvorsteherin aus, so tritt die Person aus dem Kreis der Ersatzkirchenvorsteherinnen und Ersatzkirchenvorsteher die Nachfolge an, die bei der Wahl die höchste Stimmenzahl erreicht hat (§ 34 Absatz 1).

Ist ein gewähltes Kirchenvorstandsmitglied länger als drei Monate verhindert, so wird die Vertretung analog geregelt. Für die Zeit der Vertretung hat die Ersatzperson die Rechte und Pflichten eines Kirchenvorstehers oder einer Kirchenvorsteherin (§ 34 Absatz 2).

Regelungen für einen Kapellenvorstand

Ist ein nach § 29 Absatz 2 gewählter Kapellenvorsteher bzw. eine Kapellenvorsteherin aufgrund des Wahlergebnisses zugleich Mitglied des Kirchenvorstands und scheidet aus oder ist an der Ausübung des Amtes verhindert, so tritt an dessen/deren Stelle ein Kapellenvorsteher bzw. eine Kapellenvorsteherin.

Diese Person muss unter den nicht dem Kirchenvorstand angehörenden Kapellenvorstehern die höchste Stimmzahl erreicht haben (§ 34 Absatz 3).