Räume mit Orgeln

... erfordern besonderes Augenmerk

Bild: Susanne Ruge

Für den Bau, die Pflege und den Gebrauch von Orgeln wurden eine Rechtsverordnung und eine Verwaltungsanordnung erlassen.

Schutzmaßnahmen bei Bauarbeiten

Vor der Durchführung von Bauarbeiten in und an Räumen mit Orgeln ist in Abstimmung mit dem zuständigen Amt für Bau- und Kunstpflege und dem zuständigen Orgelrevisor zu prüfen, ob und ggf. in welchem Umfang Schutzmaßnahmen für die Orgel zu treffen sind. Mit der Ausführung der Bauarbeiten darf erst begonnen werden, wenn die Schutzmaßnahmen fertiggestellt sind und vom Orgelrevisor abgenommen wurden.

Heizen und Lüften

Die Richtlinien für die Beheizung von Kirchen u. Kapellen (s. Download) dienen wesentlich dem Schutz von Orgeln und Kunstgegenständen.

Die Temperaturänderungen im Verlauf von Auf- und Abheizphasen sollten einen Wert von 1 Grad/h nicht überschreiten. Die Luftfeuchtigkeit sollte kontrolliert werden, z.B. mit einem Hygrometer (Luftfeuchtemesser). Orgeln und hölzerne Kunstgegenstände sind sowohl bei einer zu geringen Luftfeuchtigkeit (weniger als 45% relative Feuchte) in der Heizperiode als auch bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit (mehr als 75% relative Feuchte) gefährdet. Günstige Werte liegen zwischen 50% und 70% relativer Feuchte.

Wartungsvertrag

Für die Pflege und Wartung von Orgeln ist ein Wartungsvertrag abzuschließen. Hierfür gibt es seit Oktober 2017 ein neues Vertragsmuster (s. Download). Sollten Sie hierzu Fragen haben, wenden Sie sich an den für Sie zuständigen Orgelrevisor (s. Liste der Orgelrevisoren).