Finanzmittel der Kirchengemeinde

Budgetrecht und Grundzuweisung

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Der Kirchenkreis erhält von der Landeskirche im Rahmen des Finanzausgleichs eine Gesamtzuweisung, die sich nach der Zahl der Gemeindeglieder, der Zahl der Kirchengemeinden und nach der Größe von Mittel- und Oberzentren richtet.

Im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten gibt sich der Kirchenkreis dann durch die Finanzsatzung ein eigenes Recht, indem auch die Stellenrahmenplanung und die Finanzplanung für den Kirchenkreis sowie Kriterien für die Vergabe von Mitteln festgelegt werden; eingebunden ist diese Finanzsatzung in die durch Grundstandards definierte Konzeption des Kirchenkreises.

Jede Kirchengemeinde erhält aus Kirchensteuermitteln vom Kirchenkreis Grundzuweisungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Kirchenvorstände haben dieses „Königsrecht“ der Finanz- und Stellenplanung wiederum für ihren Bereich und im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Ergänzungszuweisungen und Einzelzuweisungen

Auf Antrag erhalten Kirchengemeinden über die Grundzuweisung hinaus Ergänzungszuweisungen, sofern die Zuweisungsrichtlinien des Kirchenkreises dies vorsehen.

Für besondere Projekte (Substanzerhaltung an Sakralgebäuden, Orgelmaßnahmen, Restaurierung von Kunstgegenständen u. ä.) kann das Landeskirchenamt Einzelzuweisungen gewähren. In besonderen Fällen (z.B. bei besonderen Belastungen) sind auch Sonderzuweisungen möglich.

Finanzmittel und Vermögen

Die laufenden Finanzmittel der Kirchengemeinde dürfen ausschließlich für kirchliche Arbeit verwendet werden. Unterschieden wird zwischen Betriebsmitteln und dem Vermögen, das in der Regel aus Geldanlagen, Grundstücken, Gebäuden und Inventar besteht.

Mehr zum Thema Vermögen.

Kirchenvorstand setzt Prioritäten

Zuweisungen an Kirchengemeinden werden nach bestimmten Kriterien pauschaliert, in einigen Kirchenkreisen auch budgetiert, zugewiesen.
Die Landeskirche budgetiert inzwischen fast alle Zuweisungsmittel.

Es gibt drei Arten von Grundzuweisungen:

  • allgemeine Grundzuweisung
  • Grundzuweisung Bau
  • Grundzuweisung Personal

Kirchenvorstände setzen eigenständig die Prioritäten ihrer Arbeit und setzen die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel entsprechend ein.

Mehr zum Thema Haushalt.

 

Das Kirchen(kreis)amt

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Kreativität ist gefragt

Die Zuweisungsmittel für die Kirchengemeinden werden in naher Zukunft nicht mehr ausreichen, um die unabweisbaren Kosten zu decken. Daher kommt dem Bereich des Fundraising besondere Bedeutung zu.

Mit kreativen Ideen haben bereits viele Kirchengemeinden neue Finanzquellen aufgetan, und so die bestimmte Arbeitsbereiche oder den Erhalt von Gebäuden sichergestellt.

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