Die verschiendenen Arten der Kollekte

Die Gottesdienstliche Kollekte

Bild: Susanne Ruge

Der Zweck der gottesdienstlichen Kollekte ist im landeskirchlichen Kollektenplan festgelegt, der zu Beginn des Kirchenjahres aufgestellt und den Gemeinden mitgeteilt wird. Nach dem Kollektenplan und der Festlegung der frei bestimmbaren Kollekten durch Pfarramt und Kirchenvorstand ist die gottesdienstliche Kollekte abzukündigen und von den Mitgliedern des Kirchenvorstandes oder Beauftragten mit dem Klingelbeutel oder am Ausgang einzusammeln.

Gottesdienstkollekten sind für landeskirchliche Zwecke oder für Aufgaben im Sprengel, Kirchenkreis oder in der Gemeinde bestimmt. Auch gesamtkirchliche Zwecke wie beispielsweise für die EKD oder die VELKD sind möglich. Über eine ganze Reihe der Kollekten können die Gemeinden selbst entscheiden. Dabei sollte im Blick sein, dass die Kollekte nicht in erster Linie zur Finanzierung der eigenen Gemeinde gedacht ist, sondern als geschwisterliche Unterstützung für Andere. Kollekten für konkrete Projekte sind sehr viel plausibler, als solche für „anonyme" Institutionen.

Diakoniekollekte (früher: Diakoniegabe oder Armenopfer)

In jedem Hauptgottesdienst wird auch eine Kollekte für diakonische Zwecke eingesammelt. Diese liegen primär in der eigenen Gemeinde, können aber auch im Kirchenkreis oder darüber hinaus angesiedelt sein. Auf die Diakoniekollekte im Hauptgottesdienst darf auf keinen Fall verzichtet werden.

Weitere Kollekten

Gemeinden steht frei, für bestimmte Projekte auch eine dritte Kollekte einzusammeln, in der Regel am Ausgang der Kirche. Dabei können auch Kollektenbüchsen verwendet werden.