Das Einsammeln und Zählen der Kollekte

Wann wird im Gottesdienst die Kollekte eingesammelt?

Die gottesdienstliche Kollekte wird nach der Predigt eingesammlt.

Vor der Predigt stehen Gebete und Lesungen im Zentrum. Der Gottesdienst konzentriert sich in Richtung auf die Predigt. Nach der Predigt öffnet sich der Blick nach außen. Christen dienen Gott auch, indem sie Verantwortung für das Gemeindeleben und die Welt um sie herum wahrnehmen.

Die Diakoniekollekte wird in den meisten Gemeinden am Ausgang gesammelt.

Ankündigung der Kollekte in den Abkündigungen

Der Zweck jeder Kollekte muss für die Gemeindeglieder deutlich sein. Deshalb wird in den Abkündgungen klar benannt, wofür die Kollekte bestimmt ist. Ein Kollektenkasten sollte eine eindeutige Beschriftung haben.

Mindestens zwei Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher zählen die Kollektengelder

Bild: Susanne Ruge

Nach dem Gottesdienst zählen die Kirchenvorsteher oder Kirchenvorsteherinnen  die Kollektengelder. Dabei sollten sie mindestens zu zweit sein. Diese Vorschrift gilt seit Jahrhunderten, um die Zählenden vor Versuchungen und Verdächtigungen zu schützen.

Das Ergebnis der Kollekten wird der Gemeinde am folgenden Sonntag mitgeteilt. Daran schließt sich ein Dank an die Geberinnen und Geber an.

 

Klingelbeutel

Marem / fotolia.com

Vor der Reformation wurden die Gaben der Gemeindeglieder während des Gottesdienstes mit Hilfe eines Sackes eingesammelt.

Johannes Bugenhagen, ein Mitarbeiter Luthers, hat eingeführt, dass der Klingelbeutel in jedem Gottesdienst zum Einsatz kommt. (Braunschweiger Kirchenordnung)

Ein Klingelbeutel muss nicht unbedingt aus schwarzem Tuch gefertigt sein. Oben kann er offen sein, er kann aber auch geschlossen und mit einem kleinen Schlitz versehen sein.

Mancherorts wird heute der Klingelbeutel durch einen Korb ersetzt, der durch die Reihen gegeben wird.

Woher kommt eigentlich der Name Klingelbeutel?

Ein traditioneller Klingelbeutel besteht aus einem Beutel, der an einer langen Stange befestigt ist. Unten am Beutel sind oft Glöckchen befestigt, so es klingelt, wenn die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher mit dem Klingelbeutel durch die Reihen gehen.