Vermögensverwaltung

Finanzierung der kirchlichen Arbeit

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Kirchengemeinden verfügen zumeist über verschiedene Arten von Vermögen: Grundbesitz, Gebäudebestände, Inventar und Geldvermögen. Sämtliche Bestandteile dieses Vermögens sind zu bewerten und nachzuweisen. Das Vermögen in seiner Gesamtheit dient der kirchlichen Arbeit.

Aufgabe des Kirchenvorstandes ist es, stets im Blick zu behalten, welche Finanzmittel und welches Vermögen der Kirchengemeinde zur Verfügung steht. Wenn die zur Verfügung stehenden Mittel nicht zur Finanzierung der laufenden Arbeit ausreichen, ist entweder sparen oder Kreativität in der Mittelakquise (oder beides!) gefragt.

Verschiedene Arten des Vermögens

Zum Vermögen gehören z. B. Grundstücke der sog. "Dotation Pfarre". Von diesem Land ernährte sich in früheren Jahrhunderten die Pfarrfamilie. Heute fließen die Pachteinanhmen an den Kirchenkreis. Der Kirchenkreis gibt das Geld nach einem bestimmten Schlüssel zurück an die Kirchengemeinden. Auf diese Weise werden auch heute noch Teile der Kosten der Pfarrstellen finanziert.

Die Mieteinnahmen eines Hauses, das der Kirchengemeinde gehört, stehen wiederum der Kirchengemeinde direkt für ihre Arbeit zur Verfügung. Die Mieteinnahmen eines nicht kirchlich genutzten Gebäudes einer Kirchengemeinde werden zur Gebäudeunterhaltung eingesetzt. Hierfür nicht benötigte Mittel stehen direkt für die Arbeit der Kirchengemeinde zur Verfügung.

In allen Fällen muss überprüft werden, ob Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Kann mit einem nicht kirchlich genutzten Gebäude keine Rendite erzielt werden, ist es zu veräußern.

Ausgleichsrücklage

Das Geldvermögen der Kirchengemeinden nennt man Rücklagen und Rückstellungen. Sie helfen, Engpässe zu überbrücken, und sichern Gemeinden dauerhaft finanziell ab. Jede Kirchengemeinde muss eine allgemeine Ausgleichrücklage zu Absicherung von Risiken haben.

Wie bei allen Finanzfragen steht auch hier das Kirchen(kreis)amt den Gemeinden beratend zur Seite.

 

Das Kirchen(kreis)amt

In allen Finanzfragen steht Ihnen Ihr Kirchen(kreis)amt zur Verfügung.

  • Nutzen Sie die dort vorhandene Fachkompetenz!

Was tun, wenn das Geld nicht reicht, um die Kirche oder das Gemeindehaus zu unterhalten?

Vor diese und ähnliche Fragen werden immer mehr Kirchengemeinden gestellt. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass das Gemeindehaus verkauft oder die Kirche entwidmet werden muss.

Bevor ein solcher Schritt erwogen wird, können zunächst Wege gesucht werden, um zusätzliche Finanzquellen aufzutun. Fundraising wird also immer wichtiger für Kirchengemeinden.

Mehr zum Fundraising.