Wiederanlage der Verkaufserlöse

Verkaufserlöse wieder anlegen

Verkaufserlöse aus der Veräußerung von Grundstücken des freien Vermögens (Dotation Kirche, Küsterei) sind zur Wahrung des Grundsatzes der Unveräußerlichkeit des kirchlichen Grundbesitzes unter Berücksichtigung der Zweckbindung zum überwiegenden Teil (51 %) zur Substanzerhaltung des Vermögens dauerhaft und wertbeständig wieder anzulegen (vgl. § 2 Abs. 2 Rechtsverordnung über die Verwaltung kirchlichen Grundbesitzes und Nummer 3. DBGrundbund KapV). Die Wiederanlage ist durch den Erwerb von geeignetem Ersatzland oder in anderer Weise sicherzustellen.

Verkaufserlöse der Dotation Pfarre sind zu mindestens 90 % im Erwerb von Ersatzland oder durch eine Beteiligung am Pfarrbesoldungsfonds wieder dauerhaft und wertbeständig anzulegen.

Anlage in verschiedenen Vermögensanlagen

Zur Verringerung des Risikos und im Interesse einer Streuung des kirchlichen Vermögens ist es geboten, auf eine angemessene Aufteilung der Erlöse auf die verschiedenen Anlageformen zu achten. Bei einem Verhältnis von Verkauften zu erworbenen Flächen von 1 : 2 sollten auch andere Vermögensanlagen erwogen werden. Als Alternative bietet sich beim Pfarrvermögen eine Beteiligung am Pfarrbesoldungsfonds an (Rd.Vfg. G 2/1987), beim freien Vermögen der Erwerb von Anteilen an offenen Immobilienfonds, eine Beteiligung an der „Kirchlichen Vermögensverwaltung“ bei der Evangelischen Bank eG Kassel oder eine dauerhafte und wertbeständige Anlage über den Kirchenkreiskaptialfonds an, wenn dieser bestimmt Bedingungen erfüllt (Rd.Vfg. G 7/2015).

Anlage in anderen Wertpapieren nicht zulässig

Direkte Anlagen von Verkaufserlösen in Aktienfonds, Rentenfonds oder gemischten Fonds sowie der Erwerb von Aktien oder Rentenpapieren sind grundsätzlich nicht zulässig.