Verschiedene Formen der Regionalisierung

Wenn Kirchengemeinden beschließen, in einer Region enger zusammen zu arbeiten, sind folgende Formen der Zusammenarbeit zu unterscheiden. Sie sind geregelt in der Kirchengemeindeordnung §§95-115.

Kirchengemeindeordnung (KGO) §§95-115

Verabredete Kooperation ohne vertragliche Grundlage

Rechtliche Situation

  • Gemeinden behalten die volle Selbstständigkeit.

Inhatliche Zusammenarbeit

  • Kooperationsprojekte (z. B. gemeinsamer Konfirmandenunterricht) sind
    davon abhängig, wie weit die Beteiligten die Zusammenarbeit fördern.

Arbeitsgemeinschaft mit einer gemeinsamen Satzung

Rechtliche Situation

  • Es wird ein gemeinsamer Regionalvorstand gebildet;
  • die letzte Entscheidungsgewalt bleibt bei den Einzelgemeinden.

Inhaltliche Zusammenarbeit

  • Die Satzung der Arbeitsgemeinschaft ermöglicht verbindliche Regelungen;
  • Entscheidungsprozesse sind jedoch oft mühsam;
  • Kooperation kann verbindlich verabredet werden.

Verband mehrerer Gemeinden

Rechtliche Situation

  • Der Gemeindeverband bildet eine neue Körperschaft öffentlichen Rechts;
  • die Kirchenvorstände der Einzelgemeinden bleiben bestehen.

Inhaltliche Zusammenarbeit

  • In einer Satzung werden die Kompetenzen der Gremien klar abgegrenzt;
  • der Verbandsvorstand kann gültige Entscheidungen treffen und auch Anstellungsträger für Personal sein.

Zusammenschluss/ Fusion zu einer Gemeinde

Rechtliche Situation

  • Die bestehenden Gemeinden werden als Körperschaften aufgelöst und finden in einer neuen Gemeinde zusammen.

Inhaltliche Zusammenarbeit

  • Durch die Bildung einer neuen Gemeinde wird die Gremienarbeit verschlankt;
  • Zusammenarbeit ist unabdingbar.
 

Ansprechpartner im Haus kirchlicher Dienste (HkD)