Gemeindeentwicklung

Veränderungen in der Gesellschaft wahrnehmen

Foto: Joachim Lau

Kirchengemeinden haben an gesellschaftlichen Veränderungen teil - ob sie es wollen oder nicht. Für Kirchenvorstände stellt sich daher die Frage: Nehmen wir Veränderungen in Kirche und Gemeinde zur Kenntnis oder wollen wir den Wandel bewusst und aktiv gestalten?

Gesellschaftliche Veränderungen haben Folgen für die Gemeinden. Mehr...

Grundsatz der Reformation: Die Kirche immer reformieren

Vieles spricht dafür, diese Entwicklungen der Gemeinde nicht nur zu beobachten, sondern Gemeinde aktiv zu entwickeln. Eine solche Grundhaltung entspricht dem Grundsatz der Reformation: „ecclesia semper reformanda“ – die Kirche ist immer zu reformieren.

Aktive Gemeinden sind attraktiv

Gemeinden, die ihre Entwicklung aktiv gestalten, sind sowohl für die Beteiligten als auch in der öffentlichen Wahrnehmung attraktiv. „Etwas zu wollen, das auch zu sagen und dann auch zu tun, hat seine eigene Faszination und zieht Menschen an, weil es mit Selbstbewusstsein einher geht. Und Selbstbewusstsein erzeugt ein Kraftfeld.“

Grenzen der Gemeindeentwicklung

Ihre Grenze hat die Gemeindeentwicklung freilich da, wo wir Gottes Wirken in der Kirche erwarten. Ganz im Sinne Martin Luthers ist zwischen der unsichtbaren und der sichtbaren Kirche zu unterscheiden. Dass Menschen zum Glauben finden, und dass Gottes Reich unter uns wächst, das ist nicht unser Werk.

Gemeindeentwicklung ist planvolles Gestalten der Zukunft

Die Arbeit an der sichtbaren Gestalt der Kirche ist aber unsere Aufgabe. Die Gemeinde sollte die Herausforderungen der Zukunft annehmen und ihre sichtbare Gestalt entsprechend weiter entwickeln. So verstanden ist Gemeindeentwicklung immer ein planvolles Gestalten der Zukunft.

Einzelne Schritte der Gemeindeentwicklung

Unabhängig von der geistlichen Ausrichtung einer Gemeinde sind zunächst folgende Schritte für die Gemeindeentwicklung sinnvoll:

  • Entwicklung von Perspektiven
    Wer die Gemeinde weiter entwickeln möchte, muss sich darüber im Klaren sein, in welche Richtung es gehen soll. In einem ersten Schritt werden also Visionen oder ein Leitbild entwickelt. Daraus lassen sich anschließend Ziele für die Arbeit formulieren.
  • Analyse der gegenwärtigen Situation
    Vor dem Hintergrund der Zukunftsperspektiven ist die gegenwärtige Situation zu befragen: Vor welchen Herausforderungen stehen wir, was haben wir bereits erreicht und welche Ressourcen stehen uns zur weiteren Entwicklung der Gemeinde zur Verfügung?
  • Planung und Umsetzung
    In einem dritten Schritt geht es dann um die Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen.
 

Verschiedene Konzepte der Gemeindeentwicklung

Für die Gemeindeentwicklung sind seit vielen Jahren sehr unterschiedliche Programme und Konzepte entwickelt worden. Es kann hilfreich sein, sich an einem solchen Konzept zur Gemeindeentwicklung zu orientieren. Fachleute im Haus kirchlicherDienste unterstützen Sie dabei.

Qualitätsentwicklung

Auch Qualitätsentwicklung erweist sich in Kirchengemeinden als geeignetes Instrument der Gemeindeentwicklung. Gemeinden machen sich auf den Weg eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und wenden dabei folgende drei Schritte an:

  1. Grundlagen
  2. Mitarbeitende, Prozesse und Ausstattung,
  3. Ergebnisse

Mehr zum Thema Qualitätsentwicklung

GET Training für GemeindeentwicklungsTeams

GET bzw. GET+ heißt ein Konzept der Missionarischen Dienste: Es handelt sich um ein „Training für GemeindeentwicklungsTeams“ mit dem Dreischritt

  • Gemeindeerkundung
  •  Leitbildentwicklung
  • Projektmanagement.

Eventuell kann letzteres mit Aspekten des Fundraising ergänzt werden.

Aktivierende Befragung

Seit mehreren Jahrzehnten gibt es Gemeindearbeit mit Hilfe der „Aktivierenden Befragung“. Menschen im Wohngebiet werden interviewt und zur aktiven Mitarbeit motiviert. Informationen zu diesem Konzept erhalten Sie im Haus kirchlicher Dienste.