Qualitätsentwicklung

Bild: Haus kirchlicher Dienste

In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers haben sich, wie in anderen Landeskirchen auch, unterschiedliche Instrumente der Qualitätssicherung bewährt.

Zu nennen sind Agenden für den Gottesdienst, Visitationen oder Standards für das Ehrenamt. Die so genannten Grundstandards, die die Landeskirche als kirchliche Handlungsfelder definiert hat, helfen bei der Entwicklung der Konzeption im Kirchenkreis.

Systematische Qualitätsentwicklung – ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Bei einer systematischen Qualitätsentwicklung werden alle Aspekte einer Organisationseinheit in den Blick genommen und aufeinander bezogen. Dies erfolgt in drei Schritten:

Wo stehen wir?

Der erste Schritt stellt die Grundlagen des Handelns und des Miteinanders in den Mittelpunkt.Welches geistliche Profil prägt die Kirchengemeinde; gibt es eine verbindende gemeinsame Vision und ein Leitbild? Mit diesen Fragen klärt und schärft die Kirchengemeinde ihr jeweils eigenes Profil.

Dann werden die kirchlichen Arbeitsfelder in den Blick genommen und auf ihre Stärken und Schwächen hin analysiert. Dabei ist es hilfreich, die Perspektive unterschiedlicher Interessengruppen einzunehmen sowie die Sozialstruktur der Kirchengemeinde zu berücksichtigen.

Die Analyse mündet in messbaren Zielen und konkreten Maßnahmen.

Mitarbeitende, Prozesse und Ausstattung

Im zweiten Schritt nimmt der Kirchenvorstand die Mitarbeitenden, die Arbeitsabläufe und die Ressourcen in den Blick. Zur Erfüllung ihres Auftrages benötigt jede Kirchengemeinde qualifizierte und motivierte Mitarbeitende, sinnvolle Arbeitsabläufe und eine angemessene Ausstattung. Hierfür gibt es hilfreiche Instrumente, wie z. B. Prozessbeschreibungen, Aufgabenbeschreibungen oder Organigramme.

Qualitätsentwicklung ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Im dritten Schritt wird ausgewertet, was im zurückliegenden Prozess erreicht wurde. Dies geschieht anhand von Zahlen und Fakten, aber auch mit Hilfe persönlicher Einschätzungen zur eigenen Arbeit und zur Zufriedenheit der Mitglieder und anderer Interessengruppen.

Im Prozess der Qualitätsentwicklung ist dieser dritte Schritt unerlässlich, denn nur so kann bei der weiteren Entwicklung gezielt auf Wünsche und Erwartungen aller Interessengruppen reagiert werden. Qualitätsentwicklung in diesem Sinne ist nie zu Ende, sondern ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

Unterstützung aus dem Haus kirchlicher Dienste (HkD)

In der Hannoverschen Landeskirche erhalten Kirchengemeinden für ihren Prozess der Qualitätsentwicklung Unterstützung im Haus kirchlicher Dienste.

 

Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden

1. Schritt: Grundlagen

  • Wer sind wir?
  • Wo stehen wir?
  • Was werden wir tun?

2. Schritt: Mitarbeitende, Prozesse und Ausstattung

  • Wie gewinnen, qualifizieren und begleiten wir Mitarbeitende?
  • Wie arbeiten wir miteinander?
  • Wie sichern und verbessern wir gute Arbeit in der Gemeinde?
  • Was brauchen wir dafür?

3. Schritt: Ergebnisse

  • Was haben wir erreicht?
  • Was folgern wir aus den Ergebnissen?
  • Wie machen wir die Ergebnisse bekannt?