Bildung

Bildung - ein grundlegendes Anliegen der Reformation

Bild: Jens Schulze

Für Martin Luther und andere Reformatoren war Bildung ein wichtiges Anliegen. Sie wollten, dass jeder Christ und jede Christin in der Lage ist, den Glauben zu verstehen und im Glauben sprachfähig zu sein.

Christen sollten die Bibel selbst lesen und dabei nicht auf Dritte, wie beispielsweise Priester, angewiesen sein. Wichtig war den Reformatoren auch eine christlich begründete Weltdeutung und Weltverantwortung.

Familien erhielten deshalb einen Katechismus, in dem die Glaubenssätze für das Leben und den Alltag der Christen erläutert waren. Martin Luthers „Kleiner Katechismus“ ist eine Zusammenstellung der fünf Hauptstücke des christlichen Glaubens mit Erklärungen schwieriger theologischer Begriffe und Handlungsanweisungen für den Alltag.

Aufgabe des Kirchenvorstands

Die Lebenswelt der Reformation hat sich völlig geändert, der Bildungsauftrag der Reformatoren ist geblieben: den Glauben verstehen, im Glauben sprachfähig  werden und vor Gott Verantwortung in dieser Welt übernehmen.

Der Kirchenvorstand nimmt gemeinsam mit dem Pfarramt die geistliche Leitung der Kirchengemeinde wahr. Deshalb sollte auch der Kirchenvorstand das Bildungsangebot der Gemeinde überdenken und Anregungen und Impulse zur Weiterentwicklung geben.

So kann der Kirchenvorstand aktiv werden

Die Kirchengemeinden haben für die christliche Bildung eine zentrale Bedeutung. Der Kirchenvorstand sollte entsprechende Angebote entwickeln.
Einige Beispiele:

  • Kirchenvorstände verstehen die Trägerschaft von Kindertagesstätten auch als christlichen Bildungsauftrag. Sie regen an, dass die Kinder in der Tagesstätte die biblischen Geschichten kennen lernen und der Besuch ihrer Kirche zur Selbstverständlichkeit wird.
  • An Veranstaltungen der Kindertagesstätte nehmen auch kirchliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Diakone bzw. Diakoninnen, Pastoren bzw. Pastorinnen) regelmäßig teil und die Erzieherinnen und Erzieher werden ermutigt, sich pädagogisch und in Glaubensfragen fortzubilden.
  • Ähnliches gilt für Eltern-Kind-Gruppen in kirchlichen Gemeindehäusern. Die jungen Eltern (zumeist Mütter), die sich dort zum Gedankenaustausch treffen, sollten auch zu Veranstaltungen der Kirchengemeinde eingeladen werden. Darüber hinaus bietet es sich an, speziell für diese Zielgruppe Veranstaltungen zu entwickeln.
  • In vielen Gemeinden gibt es einen Bibelkreis, der sich regelmäßig zu fortlaufender oder ausgewählter Bibellektüre trifft. Zur Sprachfähigkeit im Glauben ist die eingehende Beschäftigung mit der Bibel ein wichtiger Beitrag. Bibelwochen und besser noch langfristig angelegte Bibelseminare,
    sind für diese Gruppen eine wertvolle Unterstützung.
 

Weitere Informtionen und Ansprechpartner

Die "Evangelische Erwachsenenbildung in Niedersachsen" bietet Fortbildungen und Seminare zu den unterschiedlichsten Themen an.

Evangelische Erwachsenenbildung Niedersachsen

Bildungsaufgaben in der Kirchengemeinde

In Kirchengemeinden ist ein wichtiger Bildungsbereich die Konfirmandenarbeit. Das Leben als Christ in dieser Welt steht hier im Mittelpunkt.

Für den Kirchenvorstand ergibt sich daraus die Aufgabe, den jungen Gemeindemitgliedern Wege zur Teilhabe und aktiven Mitgestaltung des Gemeindelebens zu eröffnen.

Konfirmandenarbeit

Fortbildung für Mitarbeitende

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die der Kirchenvorstand Personalverantwortung trägt, sollten zur berufsbezogenen Fortbildung ermutigt werden. Notwendige Mittel sind hierfür zur Verfügung zu stellen.

Für die verschiedenen Berufsgruppen finden sich geeignete Programme in den jeweiligen Fortbildungssystemen.

Fortbildung für Mitarbeitende

Fortbildung für Ehrenamtliche

Die Fortbildung der großen Zahl von Ehrenamtlichen sowie nicht zuletzt die eigene Fortbildung als Kirchenvorstand ist eine weitere wichtige Bildungsaufgabe der Kirchengemeinde.

Fortbildung für Ehrenamtliche