Andachtsimpuls März 2016

Ich werde da sein, als der ich da sein werde.

Ex 3,14 (B-R)

So hat sich Gott uns vorgestellt. Ein Gott, der da ist. Gott, der mich sieht und für mich da ist. Eine wundervolle Vorstellung, mich zu diesem Gott halten zu dürfen. Lobend und anbetend sprachen wir in einem Seminar über den Namen Gottes, wie er uns von Mose überliefert wurde.

Ich werde da sein, als der ich da sein werde.


Lobend und anbetend beginnen und enden viele Gebetslieder im 1000-jährigen Psalter.

Fünf Tage hatten wir Zeit, um uns in die Psalmen hinein zu hören, „die Gespräche mit Gott sind, die menschlichen Empfindungen und Erfahrungen Ausdruck geben."

Lobend und anbetend standen wir nun zu viert in der Mitte. Und dann stiegen Bilder in uns auf, die wir in den Psalmen entdeckt hatten und mit denen wir uns identifizieren konnten. Sie zogen uns nach unten in eine Lebenssituation, die wir kannten und die die Psalmbeter/-innen bildhaft zur Sprache brachten, wie:

  • mir steht das Wasser bis zur Kehle,
  • ich versinke im Schlamm,
  • ich hasse meine Feinde,
  • es geht mir an die Nieren.

Unserer Not und unserer eigenen Gottverlassenheit spürten wir nach und wir riefen nacheinander:

„Warum hast Du mich verlassen?"

Verlassenheit erleben und spüren. In dieser Verlassenheit Gott als DU erfahren, denn ist Gott da, so ist Gott mein DU ...

„Du,

der Du warst

und der Du bist

und der Du sein wirst"

Und dann kehrte Stille ein; wir richteten uns innerlich auf und besannen uns auf Erfahrungen der Gottesnähe und seiner Begleitung gerade in den Tiefen unseres Lebens.

Wir erinnerten uns an Psalmworte und biblische Zusagen:

  • Du kennst mich.
  • Du rufst mich bei meinem Namen. Finsternis ist nicht finster bei Dir.
  • Ich staune, auch wenn ich Dich nicht begreifen kann.

Gemeinsam fanden wir zum Lob zurück und sprachen zusammen:

„Lobe meine Seele,
den, der da war,
der da ist,
und der da sein wird."

Grete Schaer, Nienburg

 

Aus dem 2. Buch Mose

Ich werde da sein, als der ich da sein werde.

Ex 3,14 (B-R)