Andachtsimpuls Dezember 2015

Jubelt, ihr Himmel, freue dich, Erde!

Jesaja bedeutet übertragen: Gott rettet! Genau davon handelt die unter dem Namen Jesaja vereinte prophetische Schrift: Vom Rettungswillen und von der Rettungsmacht des Gottes Israels durch alle Tiefen der Geschichte seines Volkes.

Jesajas Visionen beschreiben Untergang und die Hoffnung auf Lösungen in den gegenwärtigen chaotischen Zuständen. Jesaja überzeugt mit den Worten: Allein Gott ist unsere Sicherheit. Sie vermitteln die Ahnung einer neuen friedlichen Weltordnung und das Hoffen darauf, dass jene religiösen Kräfte wirken, die dem geistigen Leben trotz Enttäuschungen und Rückschlägen wichtige Impulse geben. Bilden sie damit nicht auch einen Querschnitt durch unsere Zeit und sind somit brandaktuell?

Die Rettung der Menschheit ist für unsere Augen nicht wirk­lich sichtbar, besonders angesichts der politischen Situation weltweit, angesichts der Kriege, Vertreibung allerorts, Natur­katastrophen, Ausbeutung, Unterdrückung und Ungleichheit! Aber unser Herz kann sie fassen und ihre Bedeutung für Zeit und Ewigkeit erahnen, begannen doch Gottes wiederholte Rettungsaktionen immer in schier ausweglosen Situationen, unscheinbar und ohne Aussicht auf Erfolg! Das von Jesaja angekündigte Heilshandeln Gottes ereignet sich, für mich als Christin, an Weihnachten, durch Jesus kommt für mich diese Botschaft in die Welt!

Auf die Zusage Gottes, sein Volk, seine Glaubenden zu schützen und ihnen beizustehen, ist ein Jubelausbruch der Schöpfung – dafür stehen doch Berge, Erde und Himmel – eine höchst angemessene Antwort. Gotteslob muss sich ausweiten, über alle Berge und Horizonte hinweg. Zuversicht nicht Zweifel, Treue nicht abwenden, Jubeln statt Jammern, Anfechtung überwinden – so sollte es sein!

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen”, heißt es im Psalm 121. „Woher kommt mir Hilfe?” – von Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde. Er erbarmt sich meiner, auch und gera­de in schier ausweglosen Situationen. Er hilft mir und stärkt mich, wenn ich mich elend fühle und nicht mehr weiter weiß. Durch seine unerschütterliche Liebe und Zusage fühle ich mich gestärkt und kann Vertrauen finden, dass er den richtigen Plan für mich hat. Ich kann doch nichttieferfallen als in seine Hände! Mein Glaube ist mal schwächer, mal stärker, wandelt sich im Laufe der Lebensreise, kann auch Gefahr laufen, ganz verloren zu gehen. Doch selbst dann würde Gott mich nicht verlassen! So sicher kann ich sein! Darüber kann ich jubeln! Es ist Zeit, sich wieder zu freuen!

Ingrid Rüter-Pfeil, Diepholz

 

Monatsspruch für Dezember 2015

Jubelt, ihr Himmel, freue dich, Erde! Brecht aus in Jubel, ihr Berge! Denn Gott hat sein Volk getröstet und erbarmt sich der Elenden.

Jes 49,13 (BigS)