Gottesdienstgestaltung

Lebendige Gottesdienste, die berühren

Viele Menschen wünschen sich einen lebendigen Gottesdienst, der sie berührt. Denn sie wollen Kirche erleben und ihre Gefühle nicht an der Garderobe abgeben. Die „Jeden-Sonntag-Kommer“ nicht – und die „Einmal-im-Jahr-Kommer“ sowieso nicht. Letztere im Blick zu haben, ist besonders wichtig.

"Ich bin willkommen."

Jeder Gottesdienst ist auch eine Einladung an Menschen, die nicht zum Kreis der regelmäßigen Besucher zählen. Wie fühlen sich diese Menschen aufgenommen? Wie kann in ihnen das Gefühl entstehen: „Ich bin willkommen.“ Wenn wir auch diesen Personenkreis in unser Blickfeld einbeziehen, dann gestaltet sich der Gottesdienst auf
andere Weise.

Apsekte der Gottesdienstgestaltung

Es lohnt sich auch als Kirchenvorsteher oder Kirchenvorsteherin, folgende Aspekte bei der Gottesdienstgestaltung zu bedenken:

Besondere Gottesdienste

Neben den ‚normalen‘ Gottesdiensten des Kirchenjahrs, sollte zu besonderen Anlässen der Gottesdienst in anderer Weise gefeiert werden. Bei Gemeindefesten und beim Schulanfang ist das schon lange selbstverständlich.

Die Erfahrung lehrt: Wenn sich die Sprache nicht an der Agende festhält, aber deren Inhalte erfahren lässt, werden auch Menschen erreicht, die sonst nicht zur Kirche kommen. Zweierlei ist zu erleben:

  • Wenn ihre Sprache gesprochen wird, finden sich Menschen im Gottesdienst wieder. Gerade Kirchenferne fühlen sich dann angezogen in ihrer Suche nach Glauben und der Sehnsucht nach Spiritualität.
  • Zudem wird die Agende, wenn ihre Formeln aufgebrochen werden, auf neue Weise lebendig.

Besondere Gottesdienste müssen auch auf besondere Weise bekannt gemacht werden, beispielsweise in der Zeitung oder an Orten, wo sich Menschen aufhalten, die eingeladen sind.

 

Kirche erfahren und erleben

Der Heilige Geist will frei werden dürfen!

Gottesdienst braucht Freiräume, in denen sich etwas ereignen kann, in Stille und Spontaneität. Erfahrungsräume können sein:

  • eine Segnung,
  • eine Handmeditation,
  • Musik, die einfängt und einstimmt,
  • eine Sprache, die lebendig ist.

Das alles will inszeniert werden und gehört zum „Erlebnisraum Liturgie“.

Zusammen mit der Gemeinde

Lebendige Gottesdienste entstehen zusammen mit der Gemeinde und am besten im Team. Gut ist, wenn auch Menschen mitarbeiten, die nicht binnenkirchlich denken und handeln. Wer die Fühler ausstreckt, findet sicher einige, die sich freuen mitzumachen, wenn es darum geht, „normale“ Sonntagsgottesdienste zu feiern.

Aber auch die Wendepunkte des Lebens wollen lebendig gestaltet sein, vom Morgen bis zum Abend, vom Frühling bis zum Winter, von der Geburt bis zum Tod. Immer mehr Menschen sollen spüren: Du bist begleitet.

Andachten im Kirchenvorstand

Im Buch „Andachten im Kirchenvorstand“ finden Sie zahlreiche Literaturhinweise zur Gottesdienstgestaltung.