Der Kirchenraum - Licht - Klang

Ein gut aufgeräumter Kirchenraum

Bild: Ulrich Ahrensmeier

Viele Menschen suchen gern sakrale Räume auf, haben ein Gefühl für ihre Ausstrahlung und merken, dass man dort besonders gut zu sich selbst und zu Gott kommen kann.

Wenn der Raum für den Gottesdienst einladend gestaltet ist, fühlen sich die Menschen in ihm zu Hause und spüren: Dies ist ein besonderer Raum. Hier ist gut sein (siehe auch Offene Kirche). Für die Gottesdienstgestaltung  bietet der kirchliche Raum viele Anknüpfungspunkte.

Licht

Im Raum spielt Licht eine große Rolle. Viele Kirchen verfügen durch ihre Architektur bereits über eine gute Lichtgestaltung.

Darüber hinaus kann zusätzliches Licht einen Raum atmosphärisch verwandeln. Kerzen oder einige Spots, die das Besondere hervorheben, wirken oft besser als eine ständige „Festbeleuchtung“. Mit welchem Licht können wir die Atmosphäre des Raumes unterstreichen?

Klang

Welche Musik wird im Gottesdienst gespielt? Welche Instrumente werden (neben der Orgel) eingesetzt? Schon ein Soloinstrument – ein Saxophon oder eine Flöte – oder die Begleitung eines Liedes auf dem Klavier bereichern den Gottesdienst und geben ihm eine neue akustische Dimension.

Ebenso tragen Menschen, die mit unterschiedlicher Stimme zu Wort kommen, zu einer „Mehr-Stimmigkeit“ im Gottesdienst bei.

Welche Lieder singen wir? Sind es die Lieder, mit denen die Menschen vor Ort leben? Sprechen Text und Melodie das Lebensgefühl dieser Menschen an? Gibt es Lieder, die viele mitsingen können? Stimmen wir Lieder an, die zu Herzen gehen oder uns auch zum Nachdenken bringen?

 

Atmosphäre

Die verschiedenen Ebenen des Gottesdienstes und ihr Zusammenspiel bedenken wir auch unter dem Gesichtspunkt der emotionalen und atmosphärischen Wirkung.

  • Wie lässt sich die Botschaft in eine Atmosphäre übersetzen?
  • Wie bringen wir das, was wir sehen, die Musik und das gesprochene Wort miteinander ins Spiel?
  • Wie können wir gute Übergänge schaffen, sodass die verschiedenen Ebenen nicht unverbunden nebeneinander stehen?

Eingangssituation

Der Anfang entscheidet, ob die Menschen wirklich ankommen – oder ob sie schon während des Gottesdiensts „auswandern“. Deshalb ist die Eingangsliturgie besonders wichtig.

  • Wie schaffe ich ein „Gottesdienstportal“, durch das die Teilnehmenden mit Herz und Seele eintreten können, neugierig und gespannt auf das, was kommt und mit der Möglichkeit Ruhe zu finden? –

Wenn sie erst einmal „da“ sind, gut angekommen und sich ernst genommen wissen, dann kann ich mit ihnen „theologisch meilenweit gehen“.