Sprache/Altes und Neues

Sprache im Gottesdienst

Unsere Sprache sollte über den binnenkirchlichen Horizont hinausgehen. Es beginnt damit, Gefühle und Emotionen im Gottesdienst zuzulassen – und keine Angst vor ihnen zu haben.

Erst wenn wir diese Dimension als ernst zu nehmenden Bestandteil einer Liturgie wahrnehmen, greifen die verschiedenen Gestaltungsformen. Sprache bezieht sich also nicht nur auf das gesprochene Wort, sondern auch auf die Musik und die vielen anderen Ausdrucksmöglichkeiten.

Neues und Altes in einem guten Verhältnis

Bild: Lupo / pixelio.de

Beim Gottesdienst wollen sich Menschen nicht wie in einem Museum vorkommen, in dem es nur Altes anzuschauen gibt. Wir feiern miteinander etwas ganz Gegenwärtiges!

Wir erzählen einander von unserem Glauben „auf der Höhe der Zeit“ und erfahren, was Gott mit uns vorhat. Wir werden von Gott gestärkt für unseren Alltag. Wenn das Heute im Gottesdienst zu erleben, zu sagen und zu singen ist, dann beleuchtet auch unserer Tradition die Gegenwart: ein biblischer Text, ein Vaterunser, ein Segenswort, oder auch eine alte Melodie.

 

Tipps für das Sprechen im Gottesdienst

Für die Sprache gilt: Geschriebenes nehmen wir anders auf als Gesprochenes.

  • Sprechen Sie so einfach wie möglich.
  • Kein Satz sollte mehr als 13 Worte enthalten (so wie in der Tagesschau).
  • Verwenden Sie möglichst keine Relativsätze oder andere komplizierte
    Satzkonstruktionen.
  • Erzählen Sie!
  • Benutzen Sie Verben und malen Sie das, was Sie sagen, aus. Seien Sie Sie selbst!
  • Lassen Sie vielleicht zuvor einen „Nicht-jeden-Sonntag-Kommer“ auf Ihre Texte schauen. Sind sie verständlich?
  • Was sollte verändert werden, damit sich die Menschen angesprochen fühlen?