Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker

Hauptberufliche Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen

Bild: Susanne Ruge

Kirchenmusik wird traditionell „haupt-“ oder „nebenberuflich“ ausgeübt. Hauptberufliche Kirchenmusiker haben ein ordentliches Studium absolviert. Um dazu zugelassen zu werden, haben sie bereits vorher jahrelang Orgel und ein anderes Instrument gelernt.

Zwei Abschlüsse sind möglich: "B" (neuerdings auch Bachelor) nach 8 Semestern, "A" (Master) nach weiteren vier Semestern. Eine "A-Kirchenmusikerin" ist also eine hochqualifizierte Mitarbeiterin im Verkündigungsdienst. Zu ihren Aufgaben gehört

  • die selbstständige musikalische Gestaltung des Gottesdienstes einschließlich der Liedauswahl (natürlich in enger Absprache mit dem Pfarramt)
  • die Durchführung großer Kirchenkonzerte
  • die Leitung von Chor- oder Instrumentalgruppen für alle Altersstufen.

A-Stellen, die dieser Qualifikation entsprechen, sind freilich dünn gesät: In unserer Landeskirche gibt es derzeit 44 A-Stellen und ca. 100 B-Stellen (Stand: 2013).

90% Teilzeitstellen

Bild: Susanne Ruge

90% unserer Kirchengemeinden sind mit Teilzeitstellen für Organistinnen oder Chorleiter ausgestattet. Viele dieser "nebenberuflichen" Kirchenmusikerinnen und -musiker haben eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung absolviert, die im Kursmodell in den Sprengeln der Landeskirche angeboten wird und mit einer C- oder D-Prüfung abschließt. Die nebenberufliche Ausbildung bietet verschiedene Fachrichtungen an, beispielsweise in Chorleitung, Orgel, Posaunenchorleitung oder Popmusik.

Stipendien für Organistenausbildung

In manchen Sprengeln wird die Organistenausbildung durch Stipendien gefördert. Etliche Kirchenkreise und Gemeinden beteiligen sich an den Kosten einer D- oder C-Ausbildung, um Nachwuchs sicherzustellen. Die Landeskirche hat als Projekt einige hauptberufliche Stellen eingerichtet, die in ländlichen Regionen gezielt Orgelunterricht anbieten.

Kirchenkreistage sollten Kirchenmusik im Blick behalten

Nur ein gleichmäßiges und engmaschiges Netz professioneller Kirchenmusik kann das Überleben der Kirchenmusik insgesamt sicherstellen. Hier sind die Mitglieder der Kirchenkreistage gefordert, das Anliegen der Kirchenmusik bei der Stellenplanung und der Konzeptentwicklung im Blick zu halten.

 

Ansprechpartner

Landeskirchenmusikdirektor Hans-Joachim Rolf

Tel.: 05121 6971-520

ABCD - Was bedeuten die Buchstaben?

A- und B-Kirchenmusiker/innen haben ein ordentliches Studium absolviert und können hauptamtlich als Kirchenmusiker/innen angestellt werden.

  • Die B-Prüfung erlangt man nach 8 Semestern Studium (heute auch Bachelor genannt).
  • Die A-Prüfung nach weiteren 4 Semestern (auch Master).

C- und D-Kirchenmusiker/innen
Zur Ausbildung von C- und D-Kirchenmusikern wird eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung angeboten, die mit der D- oder C-Prüfung abschließt. Es gibt dabei verschiedene Fachrichtungen:

  • Chorleitung
  • Orgel
  • Posaunenchorleitung
  • Popmusik