Grafik: Gerke/Ruge/HkD

Kirchengemeinde-Ordnung

Wesentliche Vorschriften kennen

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Die Kirchengemeindeordnung (KGO) ist das grundlegende Gesetzeswerk für die Arbeit des Kirchenvorstandes. Seit 1922 gibt es die Ordnung unter diesem Namen.

118 Paragrafen regeln die Stellung der Kirchengemeinde, das   Zusammenwirken der Dienste, das Wirken der Gremien etc.

Jede Kirchenvorsteherin und jeder Kirchenvorsteher sollte die wesentlichen Vorschriften der KGO kennen. Denn in nahezu jeder  Kirchenvorstandssitzung tauchen Fragen auf, die auch vor ihrem rechtlichen Hintergrund zu bedenken sind.

Beispiele

  • Wie lang ist die Amtszeit der KV-Vorsitzenden? (§ 40 KGO)
  • Wann haben beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende im Kirchenvorstand ein Anhörungsrecht? (§ 25 KGO)
  • Welche Befugnisse hat die Gemeindeversammlung? (§ 74)
  • Wie konstituiert sich ein Gemeindebeirat und was kann er bewirken? (§§ 78-84)

Aufbau der KGO

Die Kirchengemeindeordnung gliedert sich in zwölf Teile.

  • Die Teile I bis III (§§ 1-25) definieren das Selbstverständnis der Kirchengemeinde, das ihrer Mitglieder sowie der in ihr wirkenden Dienste.
  • Zusammensetzung, Aufgaben, Befugnisse und Beschlüsse des Kirchenvorstands sind im Teil IV (§§ 26-66) beschrieben.
  • Die Teile V bis X (§§ 67-91) behandeln Formen der Aufsicht sowie weitere Gremien der Kirchengemeinde (Gemeindeversammlung und Gemeindebeirat).
    Hier sind auch Regelungen über Kapellengemeinden und Patronate getroffen.
  • Teil XI (§§ 92-115) befasst sich mit Formen der  Zusammenschlüsse von Kirchengemeinden. Diese reichen von Arbeitsgemeinschaften bis zu Gemeindeverbänden.
  • Teil XII (§§116-118) ist Abschluss- und Übergangsbestimmungen vorbehalten.

Text: Pastor i. R. Albert Wieblitz