Grafik: Gerke/Ruge/HkD

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Kirchenvorstand als Anstellungsträger

Grafik: Gerke/Ruge/HkD

Der Kirchenvorstand ist als Anstellungsträger nicht nur für Personalangelegenheiten sondern auch für den Arbeits- und Gesundheitsschutz aller Mitarbeitenden in der Gemeinde zuständig (§ 3 Arbeitsschutzgesetz). Die Sorge um die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz bezieht sich gleichermaßen auf alle entgeltlich Beschäftigten wie auch auf die ehrenamtlich Tätigen.

Aufgaben im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes

Im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sind zum Beispiel folgende Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden umzusetzen:

  • Organisation der Ersten Hilfe und des Brandschutzes in der Kirchengemeinde,
  • Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen (z. B. im Rahmen von Mitarbeitergesprächen),
  • Unterweisung der Mitarbeitenden,
  • Zurverfügungstellung von technisch einwandfreien Arbeitsgeräten und der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung für Küster und Küsterinnen und Friedhofsarbeiter udn Friedhofsarbeiterinnen (z. B. Sicherheitsschuhe, Schutzhandschuhe und -brille; ggf. Hörschutz),
  • Ergonomische Ausstattung des Büroarbeitsplatzes für Pfarrsekretär eund Pfarrsekretärinnen,
  • Veranlassung von ggf. erforderlichen arbeitsmedizinischen Vorsorgen (Beratungsgespräche) für die Mitarbeitenden,
  • Regelmäßiger Austausch mit den Mitarbeitenden und klare Arbeitsanweisungen zur Vermeidung von psychischen Belastungen bei der Arbeit.

Sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Beratung der Kirchengemeinden

Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit der Evangelischen Fachstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz (EFAS) unterstützen Sie bei dieser Aufgabe. Sie führen in regelmäßigen Abständen (ca. alle fünf Jahre) Vor-Ort-Beratungen in den Kirchengemeinden durch und stehen jederzeit für Ihre Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zur Verfügung.

  • Ihre zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit finden Sie hier.

Die Friedhöfe werden sicherheitstechnisch vom Sicherheitstechnischen Dienst der Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) betreut.

  • Nähere Informationen finden Sie hier.

Die arbeitsmedizinische Betreuung Ihrer Kirchengemeinde nimmt die BAD-GmbH wahr.

  • Nähere Informationen finden Sie hier.

Bestellung einer Ansprechperson für Arbeits- und Gesundheitsschutz aus dem Kirchenvorstand

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz stellt umfangreiche Anforderungen zum Schutz der Mitarbeitenden an die Anstellungsträger.

Die Praxis hat gezeigt, dass der Arbeits- und Gesundheitsschutz aufgrund des vielfältigen Aufgabenspektrums des Kirchenvorstandes oftmals vernachlässigt wird. Da dies im Einzelfall für Mitarbeitende und ggf. auch für den Anstellungsträger weitreichende Folgen haben kann, ist es wichtig, dass eine Person aus dem Kirchenvorstand als Ansprechperson für den Arbeits- und Gesundheitsschutz zur Verfügung steht.

Diese Person macht auf Angelegenheiten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes aufmerksam und sorgt dafür, dass der Kirchenvorstand sich mit den anstehenden Problemen befasst.

  • Nähere Informationen zu den Aufgaben und der Funktion dieser Ansprechperson finden Sie hier.
https://arbeitssicherheit.landeskirche-hannovers.de/organisation_seite1/kirchenkreis

Name des oder der Kümmerer*in mitteilen

Bitte teilen Sie der Koordinatorin für Arbeitssicherheit der Ev.-luth.Landeskirche Hannovers Veronika Stein unter der E-Mail-Adresse, Veronika.Stein(at)evlka.de den Namen und die E-Mail-Adresse Ihrer Ansprechperson mit.

Mit der Aufnahme in den E-Mail-Verteiler der Landeskirche erhält die Ansprechperson aktuelle Informationen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz und Hinweise zu Informationsveranstaltungen.

Arbeitsschutzkreis im Kirchenkreis

Die meisten Kirchenkreise haben inzwischen auch einen Arbeitsschutzkreis, der die Kirchengemeinden in Angelegenheiten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unterstützt. 

Ein Arbeitsschutzkreis unterstützt die Kirchengemeinden z.B. durch Umsetzung von gemeindeübergreifenden Maßnahmen:

  • Organisation von Ersthelfer-Schulungen und Info-Veranstaltungen,
  • Organisation von Fahrsicherheitstrainings,
  • Aushandlung von Rahmenverträgen für regelmäßige Prüfungen in Kirchengemeinden (z. B. sog. E-Checks, Feuerlöscher etc.),
  • Unterstützung bei der Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen je nach örtlichem Bedarf.

Text: Veronika Stein, Koordinatorin für Arbeitssicherheit, Landeskirchenamt

Kontakt im Landeskirchenamt

Veronika Stein
Tel.: 0511 1241-250

Koordinatorin für Arbeitssicherheit