Qualitätsentwicklung

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Bild: Haus kirchlicher Dienste

In vielen Kirchengemeinden wird qualitätsbewusst gearbeitet, ohne dass dies explizit so genannt wird.

  • Kirchenvorstände schärfen ihr Profil.
  • Gemeindeglieder werden nach ihren Verbesserungsvorschlägen und ihrer Zufriedenheit mit den Angeboten gefragt.

Instrumente der Qualitätssicherung haben sich bewährt und werden selbstverständlich genutzt:

  • Agenden für den Gottesdienst,
  • Visitationen
  • oder Standards für das Ehrenamt.

Qualitätsentwicklung als Möglichkeit zur Gemeindeentwicklung

Eine systematische Qualitätsentwicklung ist ein möglicher Ansatz für eine umfassende Gemeindeentwicklung in sich verändernden Zeiten.

Die Qualität der Arbeitsbereiche und Angebote sowie der Strukturen und Abläufe wird in den Blick genommen. Qualität wird dabei verstanden als die zunehmende Erfüllung der Erwartungen und Anforderungen der unterschiedlichen Interessengruppen einer Gemeinde oder einer Region.

Hierzu gehören Gemeindeglieder, die Teilnehmenden an Veranstaltungen sowie das Umfeld der Gemeinde, aber auch die beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden und der Kirchenvorstand selbst. Eine hohe Qualität wird in einer großen Zufriedenheit aller Beteiligten abgebildet.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess für die Gemeinde

In einem Qualitätsentwicklungsprozess werden auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme und Analyse und im Blick auf das Profil oder Selbstverständnis der Gemeinde oder Region Ziele und Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.

Dabei werden ebenfalls die Mitarbeitenden, Arbeitsabläufe und Ressourcen in den Blick genommen. Hilfreiche Instrumente wie Aufgaben- und Ablaufbeschreibungen oder Organigramme werden angewandt.

Anhand von Zahlen und Fakten, aber auch mit Hilfe persönlicher Einschätzungen wird ausgewertet, was in dem Prozess erreicht wurde und wo gegebenenfalls weiterer Handlungsbedarf besteht.

So kann die Gemeinde in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess eintreten.

Auch Regionen, die ihre begonnene Zusammenarbeit schärfen und strukturieren wollen, können dies mit den Schritten einer Qualitätsentwicklung tun.

Angebote der Landeskirche im Haus kirchlicher Dienste

Ein Basiskurs „Qualitätsentwicklung“ sowie Thementage und Beratung vor Ort für Gemeinden oder Regionen, die sich in eine Qualitätsentwicklung begeben wollen, werden in der hannoverschen Landeskirche durch das Haus kirchlicher Dienste angeboten.

Dazu bilden die Gemeinden / Regionen Qualitätsentwicklungs-Teams, bestehend aus beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden und Vertretern des Kirchenvorstands. Die Teams arbeiten ihrem Kirchenvorstand zu und werden dabei kontinuierlich von kompetenten Berater*innen begleitet.

Text: Claudia Gerke, Referentin für Qualitätsentwicklung im Haus kirchlicher Dienste