Eltern-Kind-Gruppen

Gruppen bieten vielfältige Möglichkeiten

Aus der kirchlichen Gemeindearbeit sind sie nicht mehr wegzudenken und es gibt sie in vielen Kirchengemeinden: zumeist ehrenamtlich organisierte und geleitete Eltern-Kind-Gruppen, Spielkreise, Kontaktgruppen oder Mini-Clubs.

Hier treffen sich wöchentlich Mütter, manchmal auch Väter, Großeltern und Tagesmütter mit ihren Kindern in den ersten Lebensjahren.

Diese Gruppen bieten vielfältige, kreative und soziale Lern-, Kontakt- und Erfahrungsmöglichkeiten für die Kinder, die Eltern, die Leiter*innen und die Kirchengemeinde.

Eltern-Kind-Gruppen verbinden Gemeindeaufbau und Gemeinwesenarbeit

Eltern-Kind-Gruppen sind wichtige kirchliche Orte für Familien mit kleinen Kindern, in einer Zeit, in der es nicht mehr selbstverständlich ist, dass alle Kinder getauft sind. Sie verbinden in der Kirchengemeinde in besonderer Weise Gemeindeaufbau und Gemeinwesenarbeit.

Zum einen kann die Kirchengemeinde ihr Taufversprechen einlösen und Familien einen Ort zwischen Taufe und Kindergarten anbieten.

Zum anderen ist es die Chance, dass Eltern mit ihren Kindern einen ersten Kontakt mit der Kirchengemeinde und kirchlichen Räumen erleben können.

Positiver Begegnungsort für junge Eltern

Durch Eltern-Kind-Gruppen können junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren einen wohnort- und sozialraumnahen Zugang zur Kirchengemeinde finden. Ihnen wird durch das niedrigschwellige Angebot der Eltern-Kind-Gruppe eine Annäherung an das Gemeindeleben erleichtert, ohne dass sie sich vereinnahmt fühlen. Die jungen Eltern erleben die Kirchengemeinde als positiven Begegnungsort, wo Familien willkommen sind.

Engagement der ehrenamtlichen Leiter*innen würdigen

Das besondere Kapital der Eltern-Kind-Gruppen ist das Engagement der Leiter*innen. Ihre Tätigkeit ist Ausdruck von Eigeninitiative und Selbsthilfe und gleichzeitig ein freiwilliges und unentgeltliches ehrenamtliches Angebot für viele (Siehe Ehrenamtliche).

Wenn Eltern-Kind-Leiter*innen in einem (Familien-)Gottesdienst eingeführt und der Gemeinde vorgestellt werden, zeigt sich ihr Einsatz für die Kinder und Familien der Gemeinde in besonderer Weise und das Engagement wird gewürdigt.

Die Kirchengemeinde erfährt mehr über die Situation junger Familien vor Ort und wird so immer mehr zu einer familienfreundlichen Kirchengemeinde.

Text: Anke Grimm, Pädagogische Mitarbeiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen (EEB)