Fahrten und Freizeiten

Sich auf den Weg machen

Sich auf den Weg machen und Altvertrautes oder Neues entdecken – dieser Ortswechsel hat in der Kirche eine lange Tradition.

Studienreisen und Freizeiten für Menschen aller Altersgruppen lassen Freundschaften entstehen und den Glauben an Christus ganzheitlich erleben.

Erleben christlicher Gemeinschaft

Grafik: Gerke/Ruge/HkD

Fahrten und Freizeiten sind hervorragende Möglichkeiten, die Ziele einer Gemeinde zu verwirklichen. Als Alternative zum Alltag mit seinen Wechselbädern und seiner Ruhelosigkeit bieten sie eine „Auszeit“: Raum, wesentliche Schritte im Leben und im Glauben zu gehen und zu reflektieren.

Das Erleben einer christlichen Gemeinschaft kann wohltun und heilend wirken. Freizeiten und Fahrten unterstützen den Verkündigungsauftrag der Kirche und bieten Raum für Lebensbegleitung und Seelsorge.

Verantwortung für Fahrten im KV

Der Kirchenvorstand als Gemeindeleitung trägt rechtlich und versicherungstechnisch, vor allem aber auch inhaltlich die Verantwortung für Fahrten und Freizeiten der Gemeinde.

Solche Veranstaltungen sind eine hervorragende Möglichkeit, das Gemeindeleben zu stärken und die Zusammenarbeit von beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden zu fördern.

Teilnehmerbeiträge, Zuschüsse und Spenden

In der Regel werden Fahrten und Freizeiten aus Teilnehmerbeiträgen, Zuschüssen (Kommune, Stadt, Evangelische Erwachsenenbildung, Landesjugendpfarramt, Stiftungen ...) und Spenden finanziert. Eine gute Kalkulation und ein „pfiffiges“ Konzept können viel Geld sparen und für die Teilnehmenden ein preisgünstiges Angebot bedeuten.

Lebensgemeinschaft auf Zeit

Vielfach werden auf Freizeiten neue Gottesdienstformen erprobt oder kleine Freizeitchöre ins Leben gerufen.

Manchmal finden diese Projekte den Weg in den Alltag der Gemeinde. Aber schon während der Freizeit haben sie ihren Wert für alle Teilnehmenden.

Durch die gemeinsamen Mahlzeiten und Tischgebete erleben viele eine ganz neue Form von Gemeinschaft. Eine Freizeitgruppe ist eine Lebensgemeinschaft auf Zeit – Freude und Leid werden gemeinsam erlebt.

Es gibt verschiedene Formen von Fahrten und Freizeiten:

  • ein- bis zweiwöchige Freizeiten im In- und Ausland, z. B. als Jugend- und Familienfreizeiten im Sommer
  • Zeltlager: angefangen bei der zeltenden Gemeindegruppe bis hin zu den großen Camps wie Landesjugendcamp oder Pfingstcamp
  • Ski- und Wanderfreizeiten, zum Teil auch alters- oder geschlechtsspezifisch ausgerichtet
  • Fahrten geschlossener Gruppen von Konfirmanden, dem Chor, dem Kirchenvorstand etc.
  • Schulungen und Seminare für Mitarbeitende, Ehrenamtliche, den Kirchenvorstand etc.
  • Pilgern als Gruppe z. B. auf dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda
  • Bildungsurlaube und Studienfahrten
  • Kurswochenenden zu Glaubensfragen, wie zum Beispiel Cursillo, Exerzitienkurse, Kloster auf Zeit etc.

Freizeiten motivieren

Die Einbindung von Freizeiten und Fahrten in die Gemeindearbeit fördert das Zusammenleben der Gemeinde.

Menschen kehren nach Reisen verändert zurück. Sie haben viel zu erzählen: Menschliches und Geistliches, und viele sind motiviert, in der Gemeinde mitzuarbeiten (Ehrenamtskoordination).

Text: Diakon Klaus Stemmann, Leitender Referent Kirche im Tourismus im Haus kirchlicher Dienste (HkD)