Glaubenskurse

Glaube als Ergebnis eigener Erfahrungen

In einer pluralistischen Gesellschaft präsentiert sich der Glaube als eine Option neben anderen. Traditionen bröckeln, Glaubenswissen schwindet. Immer weniger Menschen wachsen wie selbstverständlich in den Glauben hinein.

Manche erleben Risse und Brüche in ihrem Leben, die sie ganz neu suchen und fragen lassen. Neben der Weitergabe von Generation zu Generation treten deshalb verstärkt persönliche Erfahrungen und das eigene Entdecken, wie man in der heutigen Zeit glauben kann.

Wo Zugänge und Vertiefung im Glauben über persönliche Aneignung entstehen, ist religiöse Bildung gefragt. Hier finden die Glaubenskurse ihren Ort.

Religiöse Bildung ist gefragt

Wo Zugänge und Vertiefung im Glauben über persönliche Aneignung entstehen, ist religiöse Bildung gefragt. Hier finden die Glaubenskurse ihren Ort.

Sie heißen SPUR8, „Expedition zum Ich“ oder „Kaum zu glauben“ und bieten in überschaubaren Einheiten (in der Regel 4-7 Abende) Basisinformationen und Anregungen zum Gespräch.

Dicht am Leben beschreiben sie, worum es beim Christsein geht. Sie wollen zur Auseinandersetzung anregen, Lust auf Gott machen und werden von Haupt- und Ehrenamtlichen durchgeführt.

Methodische Vielfalt

Die bunte Kurspalette spiegelt inhaltliche und methodische Vielfalt, erreicht unterschiedliche Zielgruppen und spricht alte Bekannte ebenso an wie neue Gesichter.

Ob Frischzellenkur für den vertrauten Glauben oder Erstbegegnung mit einer weithin unbekannten Welt namens Christentum – Glaubenskurse werden in unterschiedlicher Form als persönliche Bereicherung erlebt. Spannend ist das lebendige Gespräch in der Kursgruppe.

"Nebenwirkungen" von Glaubenskursen

Sie sind jedoch auch mit interessanten „Risiken und Nebenwirkungen“ für die Gemeindearbeit verbunden.

  • Oftmals von einem Team vorbereitet und durchgeführt, fördern Sie die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen.
  • Sie zeigen, wie die Gemeinde im sozialen Raum vernetzt ist und fördern eine Kultur der Gastfreundschaft.
  • Bei wiederholter Durchführung haben sie sich als ein Motor für Gemeindeentwicklung erwiesen.
  • Sie stoßen die Arbeit mit kleinen Gruppen und Hauskreisen an und bieten Impulse für neue Gottesdienstformen (siehe Gottesdienstgestaltung).
  • Werden sie in regelmäßigem Rhythmus durchgeführt, gelingt es in der Regel, über die bekannten Gesichter hinaus auch andere Menschen anzusprechen.
  • Glaubenskurse werden oft auf regionaler Ebene angeboten. Denn sie bieten eine hervorragende Möglichkeit, jenseits von Strukturfragen gemeinsam mit dem inhaltlichen Kernthema der Kirche nach außen zu wirken.

Auf diese Weise stoßen sie langfristig einen Perspektivwechsel an: Das Evangelium will mit allen Menschen geteilt werden – nicht nur mit bislang Engagierten.

Landeskirche unterstützt Glaubenskurse finanziell

Die Landeskirche fördert die Durchführung von Glaubenskursen durch Fortbildung, finanzielle Unterstützung sowie persönliche Beratung und Begleitung.

Text: Pastor Philipp Elhaus, Leitender Referent für Missionarische Dienste Haus kirchlicher Dienste