Kirche auf dem Lande

Große Veränderungen in ländlichen Gemeinden

Grafik: Gerke/Ruge/HkD

Ländliche Gemeinden sind in besonderer Weise vom demografischen Wandel betroffen und müssen sich unterschiedlichen Infrastrukturmaßnahmen stellen. Nur noch ein geringer Teil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig und die Ansprüche an das Dorfleben und die Natur haben sich wesentlich verändert.

Ländliche Kirchengemeinden wichtig für die Dorfgemeinschaft

Ländliche Kirchengemeinden leisten daher zusammen mit den Kommunen einen wichtigen Beitrag zur Dorfentwicklung und Dorfgemeinschaft.

Sie sorgen beispielsweise dafür, dass sich Generationen verbinden und Alt- und Neubürger zusammenfinden. In Gottesdiensten greifen die Gemeinden persönliche und biografische Ereignisse auf und stellen sich den Herausforderungen, die mit dem Zusammenleben und Arbeiten auf dem Land verbunden sind. Damit bieten sie Lebenshilfe und Unterstützung.

Umgang mit der Natur

Eine wichtige Frage des Landlebens berührt den Umgang mit der Natur. Als Verpächter von Kirchenland sind Kirchengemeinden bei Fragen des schonenden und nachhaltigen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen besonders gefordert.

Siehe Grundbesitz

"Kirchlicher Dienst auf dem Lande"

Der Kirchliche Dienst auf dem Lande (KDL) ist Fachdienst für agrar- und sozialethische Fragen. Er begleitet die Entwicklung von Kirchengemeinden und Regionen im ländlichen Raum und berät Menschen auf dem Land und bäuerliche Familien in ihrer besonderen Lebenssituation. Der KDL greift aktuelle Entwicklungen und Veränderungsprozesse im ländlichen Raum auf und steht Kirchenvorständen unterstützend zur Seite.

Die Evangelische Landwirtschaftliche Familienberatung (ELF) in Verantwortung des KDL begleitet bäuerliche Familien durch Krisensituationen hindurch.

Text: Pastorin Ricarda Rabe, Referentin Kirchlicher Dienste auf dem Lande im Haus kirchlicher Dienste