Öffentlichkeitsarbeit

Tue Gutes und rede darüber

Grafik: Gerke/Ruge/HkD

„Tue Gutes und rede darüber!“ Nur wenn wir über Veranstaltungen, Belange und gute Arbeit der Kirchengemeinden informieren und darüber sprechen, werden Gottesdienste gut besucht, Kinder in der Kindertagesstätte angemeldet und Konzerte zu Höhepunkten des Kulturlebens.

Im Kanon der vielen Anbieter müssen wir uns vor Ort bemerkbar machen durch professionelle und systematisch geplante Kommunikation von Kirche für Kirche.

Öffentlichkeitsarbeit nach innen und nach außen

Öffentlichkeitsarbeit wirkt in zwei Richtungen:

Nach innen wirkt sie als interne Kommunikation. Die leitende Fragestellung ist dabei:

  • Wie binde ich Haupt- und Ehrenamtliche ein und wie informiere und motiviere ich die Kerngemeinde?

Nach außen wirkt sie als externe Kommunikation. Dabei geht es um die Frage:

  • Wie informiere ich Menschen, die der Kirche fernstehen,
  • Menschen anderer Konfession oder Religion,
  • aus der Kirche Ausgetretene oder
  • Personen, die noch nie mit der Kirche in Berührung gekommen sind.

Auch der Blick über den eigenen Kirchturm will gewagt sein.

Leitsatz

Leitlinie der Öffentlichkeitsarbeit ist:

  • Wie und wo erreiche ich gezielt Menschen und kann sie aufmerksam machen auf das Gemeindeleben mit seinen Veranstaltungen?

Nie werden wir alle Menschen erreichen und vielleicht ist das auch gar nicht sinnvoll. Die Ansprache konkreter Zielgruppen und Mut zur Beschränkung versprechen bei der Öffentlichkeitsarbeit den größeren Erfolg.

Fragen zur Planung

Bei der Planung von Öffentlichkeitsarbeit muss für die folgenden Fragen eine Antwort gefunden werden:

  • Was will ich? (Inhalt)
  • Mit wem? (Zielgruppe)
  • Warum? (Aufgabe)
  • Mit welchen Mitteln? (Kommunikationsmethoden, Medien)
  • Wann? (Zeit)
  • Wie ist es erreichbar? (Ziel)
  • Abschließend: Was haben wir für unser Vorhaben erreicht? (Evaluation)

Medien der Öffentlichkeitsarbeit

Wichtigste Medien der Öffentlichkeitsarbeit einer Kirchengemeinde sind:

  • Pressearbeit,
  • Gemeindebrief,
  • Gemeinde-Website,
  • ggf. Social Media,
  • Schaukasten und
  • Werbung (Plakate, Handzettel, Faltblätter, Verteil-Postkarten etc.).

Auch das Fundraising arbeitet mit Methoden der Öffentlichkeitsarbeit.

Es versteht sich von selbst, dass keine dieser Säulen allein steht. Alles sollte miteinander vernetzt sein.

Über Arbeit des KV berichten

Auch über die Arbeit des Kirchenvorstandes selbst sollte regelmäßig und verlässlich informiert werden. Berichtet werden sollte über Arbeitsinhalte, aktuelle Themen und getroffene Entscheidungen.

Aber auch die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher selbst sollten als Gemeindeleitung regelmäßig im Gemeindebrief vorkommen und als gewähltes, öffentliches Gremium im Schaukasten sowie im Internet sichtbar sein.

Text: Pastor Joachim Lau, Leiter Kampagnen und Design in der Evangelische Medienarbeit (EMA)