Presse und Medien

Pressearbeit ist zentral für die Außenwahrnehmung einer Kirchengemeinde

Grafik: Gerke/Ruge/HkD

Pressearbeit ist eine wichtige Säule, wenn es darum geht, die Arbeit der Kirchengemeinde in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Unter Presse ist hier viel mehr zu verstehen, als Tages- oder Wochenzeitungen. Auch kostenlose Monatszeitungen, Veranstaltungskalender sowie Hörfunk, Fernsehen, Internet und andere Medien gehören dazu. Sie sollten regelmäßig und rechtzeitig mit Informationen versorgt werden.

Regelmmäßige und sinnvolle Meldung von einem Absender

Neben dem persönlichen Kontakt zwischen Gemeinde und Journalisten ist regelmäßige und qualitativ gleichbleibend gute Information mit Relevanz entscheidend.

Wer jeden Sonntagsgottesdienst mit einer Pressemeldung ankündigt, wird nicht mehr wahrgenommen, wenn etwas Besonderes zu berichten ist. Umgekehrt wird die Presse kaum etwas berichten, wenn eine Gemeinde nur unregelmäßig und mit wechselnden Absendern ihre Pressemitteilungenverschickt.

Das Besondere an einer Veranstaltung herausstellen

Zu beachten ist, dass nicht alles, was die Gemeinde spannend findet, auch
für die Medien interessant ist. Wer das Gemeindefest ohne Programmpunkte ankündigt, wird nicht unbedingt das Interesse der Redaktionen wecken.

Wenn die Pressemitteilung jedoch darüber informiert, dass der Kinderzirkus der Kindertagesstätte auftritt und die Pastorin mit der Kantorin Kirchenkabarett macht, so ist Medienresonanz fast schon garantiert.

Namen sind Nachrichten!

Noch ein Tipp: Namen sind Nachrichten!

Berichte über das neue Pastorenehepaar, eine nachberufene Kirchenvorsteherin oder den neuen Küster werden gern gedruckt.

Aufbau einer Presse-Mitteilung

Bei einer Pressemitteilung kommt es auf die Gliederung an. Hierzu einige Tipps:

  • Das Wichtigste kommt zuerst.
  • Die so genannten „W-Fragen“ sollten beantwortet sein: Was, wer (gegebenenfalls mit wem), wann, wo, wie, warum?
  • Sachliche Information
  • Knappe, aktive Sprache – möglichst ohne Fremdwörter
  • Herstellung von Aktualität und Leseanreizen
  • Vollständige sowie verlässliche Kontaktmöglichkeiten für Rückfragen (Mobilnummer!)
  • Mit einer Überschrift Aufmerksamkeit erzeugen, Interesse auch bei Außenstehenden wecken
  • Absender auch optisch durch Logo etc. kenntlich machen

„Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!“

Gut und schnell umzusetzen

Journalisten haben wenig Zeit, kommen rasch zur Sache und sind dankbar für alles, was gut und schnell redaktionell umzusetzen ist. Weniger schön, aber leider eine Realität ist die Vorliebe für Krisenberichterstattung:

Bauschäden, Finanzlöcher oder Missbrauch führen zu Bitten um Stellungnahme, selbst wenn der Vorfall weit entfernt von der eigenen Gemeinde geschehen ist.

Eine Person zuständig für Pressearbeit

Es ist sehr sinnvoll, wenn eine Person im Kirchenvorstand für die Pressearbeit zuständig ist.

Bei der ersten Kontaktaufnahme mit Redaktionen sollte man nachfragen, wer der Ansprechpartner für Kirche und Religion ist und welche Themen für die Redaktion besonders interessant sind.

Pressekontakte sollten gepflegt werden, damit eine konstruktive Zusammenarbeit entstehen kann.

Kontakt zu Wochen- und Anzeigenblättern

Kontakt zu den oft kostenlosen Wochen- und Anzeigenblättern wichtig. Diese haben häufig nur wenige Redakteure. Damit gibt es gute Chancen, eine selbst geschriebene Pressemitteilung, unter Umständen sogar mit Foto zu platzieren.

Was tun bei Krisen?

Ein wichtiges Feld der Presse- und Medienarbeit ist die Krisenkommunikation:

Je offener Kirche mit ihren Anliegen umgeht, umso vertrauensvoller gestaltet sich die Pressearbeit auch in Krisensituationen. Doch niemand muss sich am Telefon von Journalistinnen oder Journalisten überfallen lassen.

In solchen Fällen gilt es Ruhe zu bewahren und sich schildern zu lassen, worum es geht.

Gegebenenfalls kann man um Rückrufmöglichkeit bitten. So bleibt genug Zeit, sich zu beraten, Kontakt mit Profis der Superintendentur oder den Öffentlichkeitsbeauftragten im Kirchenkreis bzw. Sprengel aufzunehmen oder die landeskirchliche Pressestelle zu kontaktieren.

Und hier gilt: Lieber einmal zu oft anrufen als zu wenig.

Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Pressestelle ist rund um die Uhr zu erreichen unter

Tel.: 0511 1241-399

Text: Pastor Benjamin Simon-Hinkelmann, Pressesprecher der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Landeskirchliche Medien

Auch die landeskirchlichen Medien können als Ausspielkanäle dienen. Die zentrale Adresse für die

  • Internetseite sowie den
  • Facebook- Twitter- und Instagram-Kanal der Landeskirche lautet themen(a)evlka.de.

Das landeskirchliche Redaktionsteam sichtet und verteilt dort Meldungen aus dem gesamten Bereich der Landeskirche.