Der Schaukasten

Ein Schaukasten ist in fast jeder Kirchengemeinde vorhanden.

Grafik: Gerke/Ruge/HkD

Seine Wirkung wird jedoch oft unterschätzt und seine Gestaltung bleibt zuweilen hinter den Möglichkeiten zurück.

Anders als im Gemeindebrief kann im Schaukasten aktuell auf Veranstaltungen hingewiesen werden.

  • Seine zentrale Lage in Kirchennähe oder im Ortszentrum macht ihn immer erreichbar.
  • Er ist das Schaufenster der Gemeinde und mit etwas Fantasie und Kreativität wird er zur attraktiven Visitenkarte.

Mit dem Schaukasten werden viele Menschen erreicht: Alte und Junge, aktive und weniger aktive Gemeindemitglieder; Neugierige und Touristen. Sie alle können sich informieren über Konzerte, Öffnungszeiten oder interessante Angebote.

Nicht zuletzt will der Schaukasten auch zum Nachdenken anregen.

Sinnvolle Orte für einen Schaukasten

Je zentraler der Schaukasten im öffentlichen Raum steht, umso besser. Gute Plätze sind zum Beispiel in der Fußgängerzone, neben der zentralen Bushaltestelle oder am Marktplatz und natürlich auch in Kirchennähe. Vielleicht sind sogar mehrere Schaukästen am Ort nötig, die durchaus gleich gestaltet sein können.

Ausstattung eines Schaukastens

Nicht sparen sollte man bei der Qualität und Größe eines Schaukastens. Moderne Schaukästen sind aus Metall, beschlagen nicht und sind selbstverständlich beleuchtet.

Die wesentlichen Informationen

Deutlich erkennbar muss der Name der Kirchengemeinde sein, unter Umständen ergänzt mit dem Logo und einem Bild der Kirche.

Folgende Informationen sollten ständig aktuell und präsent sein:

  • Erreichbarkeit der Pastorin oder des Pastors und anderer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde (Kirchenvorstand, Küster, Kantorin etc.)
  • Regelmäßige Termine (Gottesdienste, Gruppen etc.)
  • Hilfe mit Rat und Tat: Kontaktdaten der Diakonie, Telefonseelsorge und Beratungseinrichtungen, Kircheneintritt etc.

Der Sinn des Schaukastens

Vorbeikommende können sich informieren über Konzerte, Öffnungszeiten oder interessante Angebote. Nicht zuletzt will der Schaukasten auch zum Nachdenken anregen. Zu weiteren Inhalten siehe auch Kasten rechts oben.

A.I.D.A.-Prinzip

In unserer von optischen Reizen überfluteten Welt ist es gut, für die Gestaltung die wichtigste Spielregel der Werbung – A.I.D.A. – zu beachten:

  • A Attention Durch einen Blickfang („Eye-catcher“) wie zum Beispiel ein Foto wird Aufmerksamkeit erregt.
  • I Interest Durch eine Überschrift, einen guten Slogan oder ein Zitat wird Interesse geweckt.
  • D Desire Es entsteht der Wunsch, Näheres zu erfahren, vielleicht sogar mitzumachen.
  • A Action Es kommt zur Handlung: Das Angebot wird wahrgenommen, die Veranstaltung besucht, Geld gespendet etc. Die Werbung hat Erfolg.

Bilder und Gestaltung

Sehr wichtig sind Bilder. Mit ihnen erreicht man eine mindestens dreifach höhere Aufmerksamkeit als mit Texten. Außerdem demonstrieren beispielsweise Fotos aus dem Gemeindeleben die Vitalität der Kirche vor Ort und laden zum Mitmachen ein.

Den eigentlichen Erfolg des Schaukastens macht die Gestaltung aus. Dazu gehören etwas Kreativität und Spaß an der Sache. Vieles kann selbst erstellt und „handwerklich“ gelöst werden.

Ein Konzept macht den Schaukasten übersichtlich

Vereinfachen lässt sich die Arbeit, wenn vorher ein Konzept erstellt
wurde. Mit einer Grundordnung und einer Einteilung in feste Rubriken ist es leichter, verlässlich zu informieren und darüber hinaus wirkt der Schaukasten auch übersichtlicher.

Ein „Schaukastenredakteur“ sollte alle Informationen bündeln und regelmäßig den Schaukasteninhalt aktualisieren.

Klares Erscheinungsbild

Geben Sie dem Schaukasten gestalterisch und optisch ein klares Erscheinungsbild.

Eine einheitliche Hintergrundfarbe (farbiges Tonpapier oder Stoffbespannung) wirkt einladend. Ebenso erleichtern einheitliche Schrifttypen und -größen die Lesbarkeit. Alle Texte im Schaukasten sollten kurz und knapp verfasst sein.

Bringen Sie die einzelnen Aushänge optisch miteinander in Verbindung oder hängen Sie sie zumindest  bündig nebeneinander. Geben Sie den Informationen „Luft zum Atmen“, indem Sie auch Flächen frei lassen. Weniger ist meist mehr!

Aktionsflächen und Eye-Catcher

Ein Tipp zum Schluss: Mindestens ein Drittel des Schaukastens sollte als Aktionsfläche frei gehalten werden. Dort ist Platz für spezielle Plakate oder Präsentationen, dem Kirchenjahr oder der Jahreszeit entsprechend

Es empfiehlt sich, auch die Tiefe des Schaukastens mit dreidimensionalen Objekten zu bespielen. An solchen „Eye-catchern“ wird der Passant gern stehen bleiben.